«Weisch no»
28.03.2025 KaistenKaister Rückspiegel 2024 lässt Erinnerungen wach werden
Schönes, Trauriges, Aufregendes, Vergängliches oder einfach liebgewonnenes Alltägliches: Der Kaister Rückspiegel 2024 lädt dazu ein, das Dorfleben des vergangenen Jahres in Wort und Bild nochmals zu ...
Kaister Rückspiegel 2024 lässt Erinnerungen wach werden
Schönes, Trauriges, Aufregendes, Vergängliches oder einfach liebgewonnenes Alltägliches: Der Kaister Rückspiegel 2024 lädt dazu ein, das Dorfleben des vergangenen Jahres in Wort und Bild nochmals zu erleben.
Susanne Hörth
Das Erste, was beim Durchblättern des druckfrisch aufliegenden «Kaister Rückspiegel 2024» auffällt, sind die vielen farbenfrohen Fotos voller Menschen. Frauen, Männer und Kinder, die das Kaister Dorf leben 2024 in vielfältiger Weise mitgestalteten und mitprägten. Die Fotos lassen die Erinnerungen an viele bewegende – schöne wie traurige – Momente wach werden. «Rückblick hat stets auch mit Vergangenheit, Vergänglichkeit zu tun», hält das Chronik-Redaktionsteam im Vorwort fest. Erinnert wird damit auch an den Verlust von geliebten Menschen. Einer von ihnen war Arpad Major. Der Gemeindeammann verstarb völlig unerwartet im Oktober vergangenen Jahres. Fassungslosigkeit und Trauer liessen die Kaister Welt einen Moment stillstehen.
«Vergänglichkeit», heisst es im Vorwort weiter, sei nicht einfach nur Verlust und Trauer. Vielmehr könne Rückliegendes auch mit Positivem und schönen Erinnerungen verknüpft sein. Und davon weiss der «Kaister Rückspiegel 2024» viel zu berichten, unter anderen in den Rubriken «von Tag zu Tag» und «auf Gemeindeebene».
Gipfelstürmer und Inselentdecker
Im Kapitel «Kaister in aller Welt» wird die Leserschaft auch dieses Mal in ferne Länder mitgenommen. Zusammen mit Adrian Mahrer und Albert Merkofer geht es hinauf auf den Kilimanjaro. Benny Müller, dessen Arbeits- und Lebensort aktuell Santiago de Chile ist, lädt die Leserschaft zu einem Erlebnis auf der Insel Robinson Crusoe ein. Beim Geniessen dieser Beiträge ist auch ein bisschen Fernweh nicht ausgeschlossen. Eintauchen in andere Welten ist ebenfalls «In Kaisten daheim» möglich. Die aktuelle Chronik stellt fünf Dorf bewohnerinnen und -bewohner und ihr künstlerisches Schaffen vor. Unter den Händen von Töpferin Therese Krattiger verwandelt sich das Material Ton in Skulpturen, die ihre Betrachter zu immer wieder neuen Dialogen auffordern.
Bildhauer Daniel Waldner bedient sich für seine Objekte unterschiedlichster Materialien. Das Spiel der scheinbar zufällig zusammengefügten Gegenstände, fasziniert ihn. Anna Winter erzählt durch ihre gemalten Bilder. Bei Julian Schnetzler ist die Musik von klein an ein enger Begleiter. Das Cello hat es ihm besonders angetan. Er kann sich gut vorstellen, nach Abschluss seiner Ausbildung als Musik-Pädagoge zu arbeiten. Marcel Grenacher sieht sich weniger als Künstler, als vielmehr als Handwerker. Als solcher haucht er dem Werkmaterial Holz in unterschiedlichsten Formen neues Leben ein.
Apropos Handwerk: Der Kaister Rückspiegel stellt seit einiger Zeit ebenfalls das dörf liche Handwerk vor. Dazu gehörte bis Ende 1999 auch jenes des Schmiedes. Heute erinnert daran nur noch die «Schmitte» an der Oberkaisterstrasse. Das Gebäude gehört der Ortsbürgergemeinde. Bemühungen, es zu neuem Leben zu erwecken, fruchteten bisher nicht.
All das Erwähnte bildet nur ein kurzer Querschnitt all dessen, was der Kaister Rückspiegel 2024 vom Dorf leben zu berichten weiss.


