Die Naturenergie AG plant beim Wasserkraftwerk Rheinfelden den Bau eines Energiespeichers. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Anlage in der zweiten Jahreshälfte 2027 in Betrieb gehen.
Valentin Zumsteg
Immer mehr Schweizer Stromproduzenten setzen auf Energiespeicher. So auch ...
Die Naturenergie AG plant beim Wasserkraftwerk Rheinfelden den Bau eines Energiespeichers. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Anlage in der zweiten Jahreshälfte 2027 in Betrieb gehen.
Valentin Zumsteg
Immer mehr Schweizer Stromproduzenten setzen auf Energiespeicher. So auch die Naturenergie AG, welche unter anderem die grenzüberschreitenden Wasserkraftwerke Rheinfelden und Laufenburg betreibt. «Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie ermöglichen die Zwischenspeicherung von Strom aus erneuerbaren Quellen, gleichen Lastschwankungen aus, stabilisieren das Stromnetz und erhöhen die Versorgungssicherheit», hält Mediensprecher Patrick Schultheis gegenüber der NFZ fest.
Ausschreibung läuft
Die Naturenergie AG plant beim Rheinfelder Kraftwerk den Bau eines Speichers, der auf dem Betriebsgelände auf der deutschen Seite platziert werden soll. «Der geplante Batteriespeicher in Rheinfelden wird ca. 10 MW Leistung und eine Kapazität von ca. 20 MWh haben. Der Strom dafür würde in unserem Wasserkraftwerk Rheinfelden produziert, eingespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder bereitgestellt», führt Schultheis aus.
Das ist eher eine kleinere Anlage. «Bei der künftigen Anlage in Rheinfelden handelt es sich um einen 2-Stunden-Speicher. Das heisst, der Speicher kann innerhalb von zwei Stunden komplett aufgeladen werden und dann 2 Stunden lang 10 MW liefern oder 4 Stunden lang 5 MW», schildert Schultheis. Um die Kapazität des Speichers von 20 MWh zu veranschaulichen, erklärt er: «Genug Strom, um die Batterien von rund 290 Elektroautos vollständig aufzuladen». Zum Vergleich: Der Batteriespeicher, den die Firma FlexBase derzeit in Laufenburg baut, soll eine Kapazität von 2100 Megawattstunden aufweisen. Also eine komplett andere Liga.
Das Projekt der Naturenergie AG ist aktuell in der Ausschreibungsphase. «Die bisherigen Angebote basieren durchweg auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LiFePO4). Diese gelten als besonders sicher, langlebig und thermisch stabil und eignen sich daher besonders für den Einsatz in stationären Batteriespeichern», sagt Patrick Schultheis zur Technik.
Sechs Millionen im Wallis investiert
Zu den Investitionskosten will er sich derzeit nicht äussern: «Wir befinden uns in einem laufenden Ausschreibungsverfahren und bitten um Verständnis, dass wir an dieser Stelle keine konkreten Kosten nennen können.» Der genaue Standort stehe ebenfalls noch nicht fest, es geht insgesamt aber um das Kraftwerksgelände an der Unteren Kanalstrasse in Badisch Rheinfelden, angrenzend an das Betriebsgelände der Evonik. Wenn alles wie geplant läuft, soll der Batteriespeicher in der zweiten Jahreshälfte 2027 in Betrieb gehen.
Für die Naturenergie AG ist es nicht die erste solche Anlage, die sie betreibt. In Stalden im Oberwallis hat ihre Tochtergesellschaft Enalpin in diesem Jahr die Speicherbatterie «Ackersand» in Betrieb genommen. Diese ist etwas kleiner als die geplante Anlage in Rheinfelden. Sie verfügt über eine Leistung von rund 8 Megawatt und eine Kapazität von zirka 18 Megawattstunden. Die Investitionskosten beliefen sich dort auf über sechs Millionen Franken.