Die Schweiz verändert sich. Alle zwölf Jahre wächst unser Land fast um eine Million Menschen. Das sind nicht einfach Zahlen auf Papier. Es sind immer mehr grosse Überbauungen die entstehen, neue Strassen, neue Schulhäuser, mehr Verkehr, mehr Druck auf Landschaften, ...
Die Schweiz verändert sich. Alle zwölf Jahre wächst unser Land fast um eine Million Menschen. Das sind nicht einfach Zahlen auf Papier. Es sind immer mehr grosse Überbauungen die entstehen, neue Strassen, neue Schulhäuser, mehr Verkehr, mehr Druck auf Landschaften, Gemeinden und Infrastruktur. Es verändert das Gesicht unseres Landes und auch das unseres Fricktals. Bei der Nachhaltigkeitsinitiative gegen eine 10-Millionen-Schweiz geht es nicht um ein Ende der Zuwanderung, denn auch mit dieser Initiative könnten bis 2050 fast noch eine Million Menschen in die Schweiz einwandern. Das wird oft verschwiegen. Es geht um ein gesundes Mass, um Wachstum, das unser Land, unsere Gemeinden und die Menschen noch tragen können. Unsere Fricktal ist wunderschön, geprägt von Natur, Dörfern mit Charakter und einem Lebensgefühl, das man nicht planen und nicht zurückkaufen kann, wenn es einmal verloren geht. Nichts davon ist selbstverständlich. Wenn wir glauben, unsere Landschaft, unsere Lebensqualität und unser gesellschaftlicher Zusammenhalt würden sich von allein erhalten, täuschen wir uns. Verantwortung bedeutet manchmal auch, Grenzen zu setzen und Entwicklungen so zu gestalten, dass sie nachhaltig bleiben. Wir stehen heute in der Ver- antwortung gegenüber den kommenden Generationen. Ihnen sollen wir nicht erklären müssen, warum wir zwar jede Warnung gesehen, aber nichts getan haben. Ein Ja zur Initiative keine 10-Millionen-Schweiz (Nachhaltigkeitsinitiative) ist ein Ja zu Augenmass statt Überforderung. Denn die Schweiz ist ein wunderbares Land, das Fricktal eine wunderbare Region. Aber wunderbar bleibt nichts einfach von selbst.
CHRISTOPH RINER, NATIONALRAT,
ZEIHEN