Heute habe ich mich erstmals an das neue aargauische Steuerprogramm eTax gesetzt und mich mit der ausführlichen Einleitung befasst. Dazu ist zu bemerken, dass ich nicht grundsätzlich gegen Steuern bin, im Gegenteil. Dieser Pflicht bin ich auch immer nachgekommen. eTax aber gibt mir ...
Heute habe ich mich erstmals an das neue aargauische Steuerprogramm eTax gesetzt und mich mit der ausführlichen Einleitung befasst. Dazu ist zu bemerken, dass ich nicht grundsätzlich gegen Steuern bin, im Gegenteil. Dieser Pflicht bin ich auch immer nachgekommen. eTax aber gibt mir Fragen über Fragen auf: Warum ist ausschliesslich die digitale Eingabe der Steuererklärung möglich? Was tun die Menschen, die keinen Zugang zu PC und Co. haben?
Warum ist die angebotene Datensicherheit erster Stufe offenbar gar nicht sicher genug? Misstrauen gegen das System wird bei mir wach.
Warum ist es der Steuerzahler/ die Steuerzahlerin, die sich – auf eigene Kosten in bis zu dreistelligem Frankenbereich – zusätzliches Sicherheitsmaterial anschaffen muss?
Der Staat will doch meine Steuern und hat deshalb in dem Zusammenhang auch die Pflicht, die Angaben dazu sicher zu verwahren. Warum muss ich dann – zusätzlich zu meinem Steuerbeitrag an die Einführung von eTax – ergänzendes Sicherheitsmaterial finanzieren? Ist das nicht einfach eine Zumutung?
Als Alternative steht ja eigentlich nur das Treuhandbüro offen, auch zu meinen Lasten (was ich allerdings gut verstehe, nimmt es mir doch einen Teil meiner Bürgerpflicht ab).
Warum steht nicht weiterhin die analoge Einreichung als Alternative zur Verfügung? Unverständnis macht sich bei mir breit.
Warum erinnere ich mich in diesem Zusammenhang quasi «automatisch»: Der Kanton Aargau hat doch letzten Herbst, nur wenige Tage nach dem Volksentscheid zur Abschaffung des Eigenmietwerts den Hauseigentümern – brieflich übrigens, analog – erklärt, ihre Liegenschaft müsse neu bewertet und in der Folge der Eigenmietwert angepasst werden. Angepasst nach oben, um beinahe 50 %, nicht nur in meinem Fall, wie ich höre. Und jetzt diese Umstände mit eTax, wieder zu Lasten der Steuerzahler …
Warum werde ich den Eindruck nicht mehr los, vom Kanton finanziell intensiv «geschröpft» zu werden, mit System? Jetzt spüre ich noch mehr Wut, wachsende Abwehr sogar.
So bitte nicht!
BARBARA ROSEBROCK, GANSINGEN