Wer von Riburg zum Spital Rheinfelden fährt, kennt sie: die ehemalige Riburgerstrasse, die nach dem Bau des neuen Industriezubringers, der im Jahre 2007 in Betrieb genommen wurde, auf Grund eines Gerichtsentscheids zur Waldstrasse zurückgebaut werden musste. Dass eine Strasse aus ...
Wer von Riburg zum Spital Rheinfelden fährt, kennt sie: die ehemalige Riburgerstrasse, die nach dem Bau des neuen Industriezubringers, der im Jahre 2007 in Betrieb genommen wurde, auf Grund eines Gerichtsentscheids zur Waldstrasse zurückgebaut werden musste. Dass eine Strasse aus rechtlichen Gründen zurückgebaut werden musste, mag man akzeptieren. Was mir allerdings zunehmend Mühe bereitet, ist der heutige Zustand dieser sogenannten Waldstrasse. Der Belag ist derart schlecht, dass man sich als Velofahrer ernsthaft überlegen muss, ob man diese Strecke überhaupt noch befahren möchte. Wer kein vollgefedertes Velo besitzt, sollte sich die Fahrt gut überlegen. Allen Trägerinnen und Trägern von Zahnprothesen sei vorsichtshalber empfohlen, die Zähne während der Fahrt kräftig zusammenzubeissen, damit unterwegs nichts verlorengeht. Natürlich muss aus einer Waldstrasse keine perfekt asphaltierte Rennstrecke werden. Aber zwischen einer luxuriösen Strasse und einem kaum zumutbaren Rüttelweg gibt es bekanntlich einen gewissen Spielraum. Deshalb frage ich mich: Wäre es wirklich zu viel verlangt, dieser wichtigen Verbindung einen einigermassen gut befahrbaren Belag zu spendieren? Grade für Velofahrer, Spaziergänger und andere Nutzerinnen und Nutzer wäre eine vernünftige Lösung wünschenswert. Und angesichts der, zumindest auf den ersten Blick, gut gefüllten Rheinfelder Stadtkasse dürfte die Finanzierung eines solchen Belags doch nicht gerade eine unüberwindbare Hürde darstellen. Vielleicht wäre es an der Zeit, diese Verbindung nicht länger wie ein vergessenes Stück Infrastruktur zu behandeln. Ein wenig Asphalt, etwas weniger Rütteln – und alle wären zufrieden. Sogar die Zahnprothesen.
PIETRO GIOVANELLI, RHEINFELDEN