«Vier Gemeinden, zwei Länder»

  15.09.2026 Münchwilen

Plattform Sisslerfeld eröffnet: Die Plattform Sisslerfeld ist am Wochenende an ihrem definitiven Standort auf Münchwiler Gemeindegebiet eröffnet worden. Die Eröffnung fiel mit dem vierten Sisslerfeldtag in Münchwilen zusammen.

Regierungsrat Dieter Egli hob beim Behördenempfang die Lagegunst hervor. «Von hier oben sieht man mindestens vier Gemeinden und zwei Länder.» Das Sisslerfeld stehe für echte Wertschöpfung: Nicht Briefkastenfirmen prägten das Gebiet, sondern produzierende KMUs, wie sie den Kanton Aargau auszeichnen, ergänzt um Hightech und um Zulieferungen für Pharma und weitere Industriecluster. Dass hinter der Entwicklung Menschen stehen, sei ihm besonders wichtig: «Es sind nicht nur Firmen, es sind Menschen, die das mittragen.» Genau das mache die Plattform Sisslerfeld sichtbar. Themen wie Verkehr und die Anbindung über den Rhein bezeichnete Egli als anspruchsvoll. Die offene Zusammenarbeit über alle politischen Ebenen und über die Grenze hinweg stimme ihn jedoch zuversichtlich. Der Münchwiler Gemeindeammann Bruno Tüscher erinnerte an die Herkunft des Bauwerks. Ursprünglich als Lehrlingsprojekt entstanden, stand die Plattform zunächst an der Hauptstrasse, bevor sie an ihren heutigen Standort versetzt wurde. «Ich hoffe, dass wir die 85 Hektar unbebaute Industriefläche nicht erst bebaut haben, wenn die Lehrlinge in Rente gehen, sondern etwas schneller sind», sagte er. Zugleich bleibe die Plattform bewusst in der Natur verankert: Der regionale Sachplan sehe hier einen Grüngürtel vor, an dessen Rand das Bauwerk stehe. Die parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter betonte: «Ich komme aus dem Umweltministerium. Solche Türme sehe ich normalerweise in Naturlandschaften oder Naturparks», sagte sie. Umso mehr überzeuge hier die Verbindung von Standortentwicklung und Landschaft. Als Gäste zugegen waren unter anderem Grossratspräsident Urs Plüss, sowie die Geschäftsführerin der Hochrheinkommission, Jasmin Rauhaus-Höpfer.

«Eine Plattform wie diese muss gepflegt und umsorgt werden. Umso mehr freut es mich, dass wir dank einer strategischen Partnerschaft eine Rangertruppe etablieren konnten, die aus Mitarbeitenden an geschützten Arbeitsplätzen der Stiftung MBF besteht», sagt Projektleiter Christoph Grenacher. (mgt)


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