Grossräte aus sechs Parteien fordern, dass das Halten von Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotenzial (sog. Kampfhunde), künftig verboten wird. Darunter würden sage und schreibe 48 Rassen oder mit 22 000 Hunden die Hälfte aller Hunde im Aargau fallen. Wir haben ...
Grossräte aus sechs Parteien fordern, dass das Halten von Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotenzial (sog. Kampfhunde), künftig verboten wird. Darunter würden sage und schreibe 48 Rassen oder mit 22 000 Hunden die Hälfte aller Hunde im Aargau fallen. Wir haben einen Airedale Terrier, welcher, wenn wir wollten, auch zu einem gefährlichen Hund erzogen werden könnte, welcher aber nicht auf dieser Liste vorkommt.
Das heisst, wie vom Regierungsrat bestätigt, es lässt sich von einzelnen Rassen nicht sagen, ob sie gefährlicher sind als andere. Zudem wäre eine Wesensbeurteilung der verschiedenen Rassen unverhältnismässig und liesse den Vollzug kollabieren. Es ist erstaunlich, wieviel warme Luft im Aargauer Grossen Rat produziert wird. Der Blick über die Kantonsgrenzen würde aufzeigen, dass man ein potenzielles Gefährdungspotenzial sehr wohl eingrenzen könnte. So besteht zum Beispiel im Kanton Schwyz eine generelle Leinenpflicht auf öffentlichen Wegen. Zudem ist eine Revision in Vorbereitung, welche obligatorische Hundeerziehungskurse für Neuhalter von mindestens 10 Stunden vorsieht. Diese Praxis zeigt Erfolg und ist nicht realitätsfremd. Wenn man sieht, was weltweit aktuell abgeht, kann man eh sagen, dass die Bevölkerung nicht vor den Hunden, sondern vor den Menschen geschützt werden müsste!
MARKUS KUNZ, FRICK