Haben Sie sie auch schon gesehen, die Plakate der Befürworter der sogenannten «Neutralitätsinitiative»? Da wird für kein Krieg geworben, sogar mit Friedenstaube. Nur fallen Sie nicht darauf herein, es handelt sich um einen veritablen «Werbebeschiss» Die ...
Haben Sie sie auch schon gesehen, die Plakate der Befürworter der sogenannten «Neutralitätsinitiative»? Da wird für kein Krieg geworben, sogar mit Friedenstaube. Nur fallen Sie nicht darauf herein, es handelt sich um einen veritablen «Werbebeschiss» Die Initiative hat weder mit Frieden noch mit Neutralität zu tun. Wenn man den Text liest, geht es nicht um Neutralität, sondern darum, mit Kriegsverbrechern wie Putin oder anderen Despoten weiterhin Geschäfte zu machen. Die sogenannte «Neutralitätsinitiative» will Schweizer Sanktionen gegen Staaten verunmöglichen, die das Völkerrecht verletzen. Das ist doch das genaue Gegenteil von dem, was der Werbetext suggeriert. Im November stimmen wir dann über die Kriegsmaterialausfuhr ab. Dieselben Leute, welche sich heute für «kein Krieg» auf Plakaten einsetzen, stehen dann wieder an vorderster Front, um dafür zu kämpfen, dass wir mit dem neuen Kriegsmaterialgesetz Waffenlieferungen an Kriegsparteien erleichtern. Für mich geht das nicht zusammen, ehrlich gesagt finde ich das ziemlich verlogen und heuchlerisch. Werfen Sie ein klares Nein zur «Neutralitätsinitiative» in die Urne.
JOHANN PAUL WACHTER, KAISERAUGST