Zum neuen Zivildienstgesetz.
Das Wort Fachkräftemangel kreist seit längerem über unseren Köpfen. Dringend sollten Massnahmen ergriffen werden, um neue Fachkräfte auszubilden. Gerade so wichtig wäre es jedoch, die Fachkräfte, ...
Zum neuen Zivildienstgesetz.
Das Wort Fachkräftemangel kreist seit längerem über unseren Köpfen. Dringend sollten Massnahmen ergriffen werden, um neue Fachkräfte auszubilden. Gerade so wichtig wäre es jedoch, die Fachkräfte, die wir bereits haben, zu entlasten. Nehmen wir das Beispiel der Pflege. Analysen und Interviews mit Pflegewissenschaftlern kommen zum Schluss, dass ein grosser Teil des Pflegepersonals den Beruf im Laufe des Arbeitslebens verlässt; Schätzungen liegen bei rund 40 bis 50 Prozent über die gesamte Karriere, besonders häufig vor 35 Jahren. Zwei wesentliche Gründe dafür sind die hohe Belastung und Stress. Laut dem Verband Civiva wurden im Jahr 2025 ganze 280 226 Diensttage von Zivildienstleistenden im Gesundheitswesen geleistet. Das neue Zivildienstgesetz möchte die Anzahl Zivildienstleistender um 40 Prozent reduzieren. Das Gesundheitswesen wäre davon direkt betroffen. Auch als Klassenassistenz in Schulklassen leisten Zivis einen wichtigen Beitrag zur Entlastung von Lehrpersonen und zum Wohl aller Schülerinnen und Schüler. Mit der Hilfe eines Zivildienstleistenden ist es möglich, auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Es wäre fatal, wenn diese Zivildienstleistenden in diesen wichtigen Bereichen bald fehlen würden. Wir würden es alle zu spüren bekommen, ob jung oder alt. Nein zum neuen Zivildienstgesetz am 14. Juni.
FINN WUNDERLIN, MÖHLIN