Landwirtschaft funktioniert nicht nach politischen Wunschvorstellungen. Wir Landwirte und Landwirtinnen arbeiten jeden Tag mit der Natur – nicht gegen sie. Wir müssen uns auf Wetter, Böden und die natürlichen Voraussetzungen unseres Standortes einstellen. ...
Landwirtschaft funktioniert nicht nach politischen Wunschvorstellungen. Wir Landwirte und Landwirtinnen arbeiten jeden Tag mit der Natur – nicht gegen sie. Wir müssen uns auf Wetter, Böden und die natürlichen Voraussetzungen unseres Standortes einstellen. Gerade deshalb gibt es in der Schweiz unterschiedliche Produktionsformen. In den Berggebieten spielt die Tierhaltung eine zentrale Rolle, während im Tal vermehrt Ackerbau betrieben wird. Diese Vielfalt ist eine Stärke und sorgt für Versorgungssicherheit. Die Ernährungsinitiative will dieses ausgewogene System mit politischen Vorgaben verändern. Das gefährdet bewährte Strukturen und schafft neue Unsicherheit. Wir Bauernfamilien stehen vor genügend Herausforderungen und brauchen Planungssicherheit, nicht neue Experimente.
Ich wünsche mir eine Landwirtschaft, die sich weiterentwickeln kann, ohne ihre Vielfalt zu verlieren. Deshalb lege ich am 27. September ein Nein zur Ernährungsinitiative in die Urne.
ALEX REIMANN, LANDWIRT UND GROSSRAT SVP, WÖLFLINSWIL