Kaisten bringt das Thema an die Gemeindeversammlung
In einer ersten Phase geht es um drei Strassen – die Poststrasse, Lindengasse und die Oberkaistenstrasse. In einer zweiten Phase sind im Zuge von Überbauungsund Strassenprojekten weitere Tempo-30-Zonen in Kaisten ...
Kaisten bringt das Thema an die Gemeindeversammlung
In einer ersten Phase geht es um drei Strassen – die Poststrasse, Lindengasse und die Oberkaistenstrasse. In einer zweiten Phase sind im Zuge von Überbauungsund Strassenprojekten weitere Tempo-30-Zonen in Kaisten geplant.
Susanne Hörth
Es bewegt und beruhigt zugleich: Tempo-30-Zonen in Gemeinden. Vielfach werden sie von der Bevölkerung gefordert, genauso oft führen sie bei den Gegnern zu kontroversen Diskussionen. Immer mehr an Bedeutung gewinnt das Thema auch in Kaisten. Die grosse Bautätigkeit lässt das Dorf wachsen, im Gleichzug nimmt der Verkehr zu. Zusätzlichen Mehrverkehr bringen die Verkehrsteilnehmenden, die dem Stau in Laufenburg ausweichen möchten und dafür den Umweg über Kaisten wählen.
Der Gemeinderat sieht sich regelmässig seitens der Bevölkerung mit Begehren zur Verkehrsberuhigung konfrontiert. Aufgrund dessen hatte er sich entschieden, eine Bevölkerungsumfrage durchzuführen. In dieser wollte er unter anderem erfahren, ob Tempo 30 überhaupt erwünscht und wenn ja, in welchen Quartieren diese Geschwindigkeitsreduktion eingeführt werden soll (die NFZ berichtete). In der aktuellen Kaister «Dorfzytig» wird das Thema erneut aufgegriffen. «Laut Umfrageergebnissen beurteilen knapp drei Viertel aller Teilnehmenden Tempo-30-Zonen als sinnvolle Massnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit», erklärt der Gemeinderat. Bei der Frage, ob Tempo 30 quartierweise oder f lächendeckend eingeführt werden soll, habe sich ein praktisch ausgeglichenes Bild ergeben.
Angesichts der Verkehrszunahme im Dorf ist es dem Gemeinderat wichtig, mit entsprechenden Massnahmen auf die schwächeren Verkehrsteilnehmenden wie Kinder, ältere Personen und Menschen mit Beeinträchtigungen zu reagieren.
Quartierweise Einführung
Tempo 30 soll nun als erstes auf jenen drei Strassen eingeführt werden, in denen laut Gemeinderat der grösste Handlungsbedarf besteht. Es sind dies die Poststrasse, die Lindengasse sowie die Oberkaistenstrasse.
In einem zweiten Schritt sollen dann im Rahmen von neuen Überbauungen und Strassenprojekten die Ringstrasse, der Mühliweg/Sagiweg und das Gebiet Eichmatt mit Tempo 30 belegt werden.
Anhand der Erfahrungen aus diesen Umsetzungen – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Gemeindeversammlung – sollen Tempo-30-Zonen auch in weiteren Quartieren geprüft werden.
Sachgeschäft an der «Gmeind»
Wie eben erwähnt, bringt der Gemeinderat das Sachgeschäft mit entsprechendem Kreditantrag an die Sommergemeindeversammlung vom 13. Juni. Im Zusammenhang mit der Temporeduktion hält die Kaister Behörde fest: «Bis anhin wurde mit Ausnahme der Begegnungszonen Schulstrasse und Mitteldorf auf die Einführung von Tempo 30 verzichtet.» Die Zeiten und damit die Umstände hätten sich verändert. Gerade für die Erhöhung der Sicherheit von schwächeren Verkehrsteilnehmenden sei die Einführung einer Geschwindigkeitsreduktion wichtig.