Olsberg ist auf mehr Schulraum angewiesen. Dies dokumentierte ein Informationsabend für die Bevölkerung unmissverständlich. Der notwendige Kredit in der Höhe von 1,9 Millionen Franken für ein mögliches neues Schulhaus wird Ende Juni dem Souverän an der ...
Olsberg ist auf mehr Schulraum angewiesen. Dies dokumentierte ein Informationsabend für die Bevölkerung unmissverständlich. Der notwendige Kredit in der Höhe von 1,9 Millionen Franken für ein mögliches neues Schulhaus wird Ende Juni dem Souverän an der «Gmeind» beantragt.
Willi Wenger
«Unsere Schule braucht mehr Platz», so lautete am vergangenen Donnerstag die zentrale Aussage am gut besuchten Informationsabend für die Bevölkerung, zu welchem der Gemeinderat eingeladen hatte. Im Zentrum stand die Vorstellung der Schulraumerweiterung. Vizeammann Walter Eitner thematisierte in seinem Vortrag aber auch die mögliche Lösung der (prekären) aktuellen Parkplatzsituation sowie die angedachte Verbesserung der Lärmsituation auf dem Schulareal.
Zentral am Abend war das Thema «Bessere Lösungen für die Schule und Tagesschule». Eitner stellte in diesem Sinne klar, dass die präsentierte Variante für das neue Schulhaus im hinteren Teil des bestehenden Pausenplatzes erst eine Vision, eine Konzeptstudie, darstelle. Der Vizeammann sagte, dass die Behörde mit dem Neubau letztlich eine Entf lechtung zwischen der Schule, Gemeinde und der Umgebung anstrebe. Dies auch, weil vor Ort hin und wieder Konflikte vorkommen würden.
Auch Schulleitung wirbt für Neubau
Wird der Neubau Tatsache werden – im Idealfall bis Ende des kommenden Jahres – werden die Schulleiterin und die Lehrerinnen (endlich) moderne Unterrichtsmethoden, die längst überfällig wären, in die Tat umsetzen können. Nicht zuletzt deshalb warb Schulleiterin Florence Herzig für die Realisierung des Neubaus, für welchen ein Kostendach in der Höhe von 1,9 Millionen Franken vom Souverän zu bewilligen sein wird.
Das Projekt, quasi eine pädagogische Notwendigkeit, soll, wenn die Stimmberechtigten am 25. Juni an der Gemeindeversammlung den Kredit bewilligen, im Detail ausgearbeitet werden. Dies auch darum, weil dies für das bevorzugte selektive Submissionsverfahren unverzichtbar ist. Eitner sagte, dass Olsberg sich das Schulhaus gut leisten könne. «1,2 Millionen Franken können wir aus Eigenmitteln an die 1,9 Millionen Franken beisteuern.» Die Abschreibung soll über dreissig Jahre erfolgen; die Kosten für Zinsen und Unterhalt würden rund 30 000 Franken pro Jahr betragen. Der Gemeinderat favorisiert beim Ganzen die Vergabe an eine Generalunternehmung.
Parkplatzprobleme lösen
Zum Schulhaus sagte der Gemeinderat in seiner Botschaft, dass dieses ohne Untergeschoss «bis an die Grenze» des Nachbargrundstücks gebaut werden würde. Die Ausführung sei im Grossen und Ganzen aus Holz mit Minergiestandard und Photovoltaik auf dem Dach geplant. Gelöst werden könnte, in Verbindung mit dem sanierten Pausenplatz, zudem grösstenteils auch das Lärmproblem.
Die Besucherinnen und Besucher diskutierten schliesslich mit der Exekutive auch über die unbefriedigende Parkplatzsituation bei der Schule. Als möglicher «Problemlösungsort» erwies sich dabei der nahegelegene Chillweg, wo die Idee von sechs Parkplätzen – zum Gesamtpreis von 120 000 Franken – am meisten Zuspruch erhielt.
Gemeindeammann Karl Bürgi war es schliesslich, der seinem «Vize» für dessen Arbeit im Vorfeld des Informationsabends dankte. Bürgi wie Eitner wagen in Bezug des Kreditantrags an der Gmeind im Juni keine Prognose über den Ausgang. Dieser sei offen, sagten beide vielsagend zur NFZ.
Dies auch deshalb, weil diverse Votanten sich zum Teil kritisch zum Projekt äusserten. Während mehrere Personen das Ganze «als tolles Projekt» bezeichneten, befanden andere, dass der vorgeschlagene Weg ohne Alternativstandorte zu prüfen, suboptimal sei. «Warum wird nicht erst ein Planungskredit ins Auge gefasst anstatt direkt eines Baukredits», fragte ein Mann den Gemeinderat. Das Wort «Schnellschuss» war zudem aus dem Plenum ebenfalls zu hören.