Als einer, der früher längere Zeit für die SRG tätig war, hatte ich natürlich vertieften Einblick ins Innenleben unseres nationalen Medienunternehmens. Ich nahm als Vertreter der Abteilung Sport häufig an der redaktionellen Vorbereitungssitzung zur Hauptausgabe ...
Als einer, der früher längere Zeit für die SRG tätig war, hatte ich natürlich vertieften Einblick ins Innenleben unseres nationalen Medienunternehmens. Ich nahm als Vertreter der Abteilung Sport häufig an der redaktionellen Vorbereitungssitzung zur Hauptausgabe der Tagesschau teil. Da bekam ich aus nächster Nähe mit, wie wir TV-Konsumenten mitunter manipuliert werden. Das damals schon von Mitte/Links beherrschte Gremium entschied nämlich nach eigenem Gusto, was wir umfassend, aufgebauscht, mindestens noch verbal als Nebensatz oder überhaupt nicht zu sehen und zu hören bekommen sollen.
Seither wohnen bezüglich SRG zwei Seelen in meiner Brust. Einerseits bedarf es weiterhin dieser vorwiegend durch Gebühren finanzierten Institution. Allerdings ist es unverständlich ist, dass diese Gebühren auch unseren Unternehmen auferlegt werden. Da soll gearbeitet und nicht Medien konsumiert werden! Und wenn in einem Betrieb da und dort doch beiläufig SRG-Musik läuft, haben wir alle ja schon dafür bezahlt. Andererseits halte ich es für richtig, dass die Gebührenhoheit der SRG von deren Konsumenten mitbestimmt wird, also durch das Volk. Mit 200 Franken soll nun eine Limite gesetzt werden, die ich für angemessen halte und die auch den steigenden Mehreinnahmen durch die Zuwanderung Rechnung trägt.
MAXIMILIAN REIMANN, EHEM. NATIONAL- UND STÄNDERAT, GIPF-OBERFRICK