Cezanne in der Fondation Beyeler
Wer den Winter-Blues hat und bei dem trüben, grauen Wetter Lust auf Farben und den Süden verspürt, dem sei die gerade eröffnete Ausstellung in Riehen empfohlen. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte widmet die Fondation Beyeler Paul ...
Cezanne in der Fondation Beyeler
Wer den Winter-Blues hat und bei dem trüben, grauen Wetter Lust auf Farben und den Süden verspürt, dem sei die gerade eröffnete Ausstellung in Riehen empfohlen. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte widmet die Fondation Beyeler Paul Cezanne (1839–1906) – einem Pionier der modernen Kunst und einem wichtigen Künstler ihrer eigenen Sammlung eine Einzelausstellung. Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler spricht in seiner Eröffnungsrede vom Ausstellungshöhepunkt im Jahr 2026. In dieser Präsentation sind Bilder zu sehen, die teilweise in Europa noch nie oder nur selten öffentlich gezeigt wurden.
Die Ausstellung konzentriert sich auf die letzte und bedeutendste Phase im Schaffen des französischen Malers und zeigt Cezanne in Hochform: Zu sehen sind geheimnisvolle Porträts, paradiesische Badende, Sehnsuchtslandschaften aus der Provence und sein Lieblingsberg, die Montagne Sainte-Victoire, die der Künstler in immer neuen Ansichten darstellte. In seinem Atelier im Süden Frankreichs brachte Cezanne mit meisterhaftem Gespür Farbe, Licht und Form in ein kraftvolles Spannungsverhältnis – und konstruierte revolutionäre Bilder, die Generationen von Künstlern und Künstlerinnen bis heute inspirieren. Anhand von rund 58 Ölgemälden und 21 Aquarellen aus berühmten Museen und privaten Sammlungen ermöglicht es die Ausstellung, Cezannes bahnbrechende Kunst in ihrer ganzen Pracht und Fülle zu erleben. Sie zeigt einen Künstler, der mit jedem Pinselstrich die Malerei neu erfand und so zum «Vater der Moderne» oder, wie Pablo Picasso sagte, zum «Vater von uns allen» wurde. Die Ausstellung dauert noch bis zum 25. Mai 2026.