Die Diskussion um die künftige Klassenorganisation der Schule Wittnau beschäftigt viele Eltern. Heute werden in Wittnau vier Klassen geführt. Die 1. bis 3. Klasse und die 4. bis 6. Klasse werden jeweils jahrgangsübergreifend und integrativ unterrichtet. Jede Stufe wird ...
Die Diskussion um die künftige Klassenorganisation der Schule Wittnau beschäftigt viele Eltern. Heute werden in Wittnau vier Klassen geführt. Die 1. bis 3. Klasse und die 4. bis 6. Klasse werden jeweils jahrgangsübergreifend und integrativ unterrichtet. Jede Stufe wird dabei doppelt geführt.
Wir sind überzeugt, dass kleinere und klarer strukturierte Klassen dem Lernumfeld und der Unterrichtsqualität zugutekommen würden. Wir haben Ende 2025 einen Überweisungsantrag eingereicht, mit dem Ziel, die Führung von sechs Klassen zu prüfen und damit kleinere Klassen sowie bessere Lernbedingungen für die Kinder zu ermöglichen. Die Gemeindeversammlung hat diesen Antrag überwiesen. Heute, mehrere Monate später, sind wir enttäuscht über den Umgang mit diesem Anliegen. Statt einer offenen Diskussion und einer transparenten Prüfung verschiedener Lösungswege wurden wir Anfang Mai von der Schulleitung vor die vollendete Tatsache gestellt, dass in den kommenden Jahren keine Umstellung auf sechs Klassen erfolgen wird, da gemäss ihrer Berechnung die kantonalen Ressourcen nicht reichen, um aufzustocken.
Wichtige Informationen und Berechnungen, warum es nicht eingeführt werden kann, wurden bis heute nicht offengelegt. Unsere eigenen Berechnungen wurden weder konkret widerlegt noch sachlich kommentiert. Unser Anliegen richtet sich nicht gegen einzelne Personen. Wir setzen uns für kleinere Klassen und ein besseres Lernumfeld für die Schülerinnen und Schüler ein. Wenn beispielsweise Kinder Ohrenschützer tragen müssen, um sich bei Prüfungen konzentrieren zu können, wirft das Fragen bei uns auf.
Ebenso unverständlich erscheint uns, dass die Gemeinde bereit ist, Millionenbeträge in die Schulinfrastruktur zu investieren, während Verbesserungen im Schulbetrieb selbst kaum diskutiert werden. Gute Schulhäuser sind wichtig – mindestens ebenso wichtig sind jedoch gute Lernbedingungen für die Kinder.
OLIVER SCHMUTZ UND URSULA STUDER, WITTNAU