20. März 1815: Der Wiener Kongress beschliesst die Neugestaltung der Eidgenossenschaft. Seit dem 18. September 1814 beraten tausende Abgesandte aus rund 200 Staaten, Herrschaften, Körperschaften und Städten über die Neuordnungen des Kontinents nach dem Sieg über ...
20. März 1815: Der Wiener Kongress beschliesst die Neugestaltung der Eidgenossenschaft. Seit dem 18. September 1814 beraten tausende Abgesandte aus rund 200 Staaten, Herrschaften, Körperschaften und Städten über die Neuordnungen des Kontinents nach dem Sieg über Napoleon. Die vier Siegermächte, Österreich, Preussen, Russland und Grossbritannien spielen eine führende Rolle. Diese Grossmächte wollen einen neutralen Pufferstaat Schweiz, umso mehr, als Napoleon im März 1815 an die Macht zurückkehrt. Nach Napoleons endgültiger Niederlage bei Waterloo am 18. Juni 1815 gegen die vereinigten preussischen und britischen Truppen beschliesst der Kongress die neue Ordnung der Schweiz. Die zugewandten Orte wurden von Frankreich gelöst, die Untertanengebiete der alten Eidgenossenschaft wurden aufgehoben, die inneren und äusseren Grenzen neu gezogen. Zugleich wurde der Schweiz eine immerwährende bewaffnete Neutralität verordnet, die bis heute ihre Gültigkeit hat. Neutralität bedeutet: Freiheit, Schutz, Sicherheit und kein Krieg oder Teilnahme. Darum ein Ja zur Neutralitätsinitiative.
ROBERT TREIER, SCHWADERLOCH