Kulturerbe für Baden-Württemberg
Der Verein Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg hat ein Positionspapier unter dem Titel «Kulturerbe als Zukunftskapital für Baden-Württemberg» veröffentlicht. Darin formuliert der grösste ...
Kulturerbe für Baden-Württemberg
Der Verein Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg hat ein Positionspapier unter dem Titel «Kulturerbe als Zukunftskapital für Baden-Württemberg» veröffentlicht. Darin formuliert der grösste Zusammenschluss historischer Monumente zentrale Forderungen an Politik und Gesellschaft, um den langfristigen Erhalt von Schlössern, Burgen, Klöstern und historischen Gärten zu sichern.
Mit dem Papier positioniert sich der Verein zu den aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des kulturellen Erbes in Baden-Württemberg. Die rund 100 im Verein zusammengeschlossenen Monumente stehen für an die fünf Millionen Besucherinnen und Besucher jährlich, sichern etwa 1000 Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung, zum Tourismus und zur regionalen Wertschöpfung. «Historische Monumente sind weit mehr als Zeugnisse der Vergangenheit. Sie sind Orte der Begegnung, der Bildung, und sie sind ein Wirtschaftsfaktor. Wer sie erhält, investiert in die Zukunft unseres Landes», erklärt Patricia Alberth, Vorsitzende des Vereins Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg. Burgeigentümer und Vorstandsmitglied Goswin von Mallinckrodt betont: «Hinter jedem gepf legten Schloss, hinter jeder Burg, hinter jedem einladenden Garten stehen enorme Investitionen und tägliche Verantwortung. Um den Erhalt langfristig zu ermöglichen, braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen.»
Im Positionspapier benennt der Verein vier zentrale Handlungsfelder: den Abbau bürokratischer Hürden, die Verbesserung von Förderstrukturen, die digitale Sichtbarkeit des Kulturerbes in einer zunehmend KIgeprägten Öffentlichkeit sowie die gezielte Unterstützung bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Darüber hinaus fordert der Verein eine stärkere Verankerung historischer Monumente als ausserschulische Lernorte sowie eine bessere Anbindung vieler Kulturdenkmale an den öffentlichen Nahverkehr.
Der Verein versteht das Positionspapier als Einladung an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Dialog. Ziel ist es, gemeinsam Verantwortung für den Schutz, die Pflege und die Weiterentwicklung des kulturellen Erbes Baden-Württembergs zu übernehmen.
(mgt)