Die Gesamtrevision der Rheinfelder Nutzungsplanung steht unter der Prämisse: «Die Zahl der Einwohner sowie der Beschäftigten in der Region und in der Stadt Rhein - felden wächst». Alle nachfolgenden Überlegungen, Fest stellungen und Vorschläge der ...
Die Gesamtrevision der Rheinfelder Nutzungsplanung steht unter der Prämisse: «Die Zahl der Einwohner sowie der Beschäftigten in der Region und in der Stadt Rhein - felden wächst». Alle nachfolgenden Überlegungen, Fest stellungen und Vorschläge der Gesamtrevision werden im Bericht implizit diesem Dogma untergeordnet. Eine solche Grundhaltung ist weder zeitgemäss, noch nachhaltig, noch ressourcenerhaltend, sondern Ausdruck einer nicht weiter und nicht grundsätzlich in Frage gestellten Wachstumseuphorie.
Nirgends wird erörtert, wie die Stadt einer solch absurden, aus Zeit und Raum gefallenen Wachstums-Ideologie gegensteuern könnte, um für kommende Generationen möglichst grosse Handlungsspielräume zu erhalten.
Aus meiner Sicht müsste die Planungsdoktrin eigentlich heissen: «Wie kann die Stadt mit kleinstmöglichen Eingriffen die aktuell hohe Lebens- und Arbeitsqualität im hochwertigen Siedlungs- und Landschaftsraum erhalten und dabei den Verbrauch aller relevanten Ressourcen minimieren.» Dementsprechend sollte die Gesamtrevision der Nutzungsplanung grundsätzlich neu gedacht werden. Also das Ganze zurück auf Feld 1.
HENRI LEUZINGER, RHEINFELDEN