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19.07.2026 Mumpf«Weniger ist mehr» mag man bei dem Allrad-Camper sagen. Genau das macht die besonderen Momente aus, die Sarah und Luca Müller aus Mumpf damit schon erlebt haben.
Petra Schumacher
«Wir haben Verwandte in Australien», erzählt Sarah Müller. «Die haben wir schon oft besucht ...
«Weniger ist mehr» mag man bei dem Allrad-Camper sagen. Genau das macht die besonderen Momente aus, die Sarah und Luca Müller aus Mumpf damit schon erlebt haben.
Petra Schumacher
«Wir haben Verwandte in Australien», erzählt Sarah Müller. «Die haben wir schon oft besucht und von dort aus dann Touren durchs Land gemacht. Erst mit dem Familienwohnmobil und das letzte Mal, als ich mit meinem Vater allein gereist bin, mit so einem Pick-up-Camper. Das war für uns eine völlig neue Reiseerfahrung. Das Reisen damit hat sich anders angefühlt, intensiver und völlig frei.»
Unvergessliche Momente
In Ländern wie Kanada, den USA oder eben auch Australien, wo oft längere Distanzen überwunden werden müssen und man je nach Strassenverhältnissen auch mal offroad fährt, sind Fahrzeuge wie der Pick-up mit hohem Bodenabstand und grossen Reifen mit starkem Profil hilfreich. «Wir konnten somit abseits der Strassen in Buchten wie der Coral Bay fahren und dort campieren, wo niemand ausser uns war. Im glasklaren Wasser konnten wir die Rochen und den Kindergarten der Riffhaie beobachten. Das war unvergesslich. So unterwegs sein zu können, hat uns völlig begeistert», meint die Mumpferin.
Noch in den Ferien machte sie sich auf die Suche nach einem Pick-up-Aufsatz, da die Familie den Pick-up bereits besitzt. Tatsächlich wurde sie fündig. In der Schweiz, sogar in der Nähe in Olten, gibt es einen Anbieter, der diese Aufsätze baut. Noch von Australien aus ging die Bestellung raus.
Unkompliziertes Reisen
Sarahs Bruder Luca hat den Pickup-Camper inzwischen bei einer Schwedenreise getestet. «Bei dem Aufsatz ist alles auf das Notwendigste reduziert. Es gibt da keinen Innenraum, in dem man sich aufhalten kann. Man hat das Zelt auf dem Dach, das ausgepackt mit einer Leiter erreicht wird. Im Kofferraum sind ein kleiner Kühlschrank, ein Wassertank und ein Gasherd mit zwei Platten, die herausgefahren werden können. Zudem lässt sich noch ein grosser Sonnenschutz ausklappen und wir haben einen Tisch sowie zwei Stühle dabei, und das war es dann auch schon», so Luca. «Das Zelt ist in drei Minuten aufgebaut. Mit dem Auto braucht man nichts vorbuchen. Irgendein Parkplatz ist immer zu finden, es braucht ja nicht viel Platz.» In Schweden ist er mit einem Kollegen bis zum Polarkreis gefahren; sie haben unterwegs nach Elchen geschaut. «Aus der Teerstrasse wurde oft eine Schotterpiste und genau dann kann man das Auto geniessen. Und wenn man mal länger unterwegs ist, fragt man schnell bei einer Tankstelle, ob man sich daneben hinstellen darf. So reist man völlig unkompliziert.»
Genuss ohne Luxus
Sarah berichtet: «Für mich war das Reisen so viel eindrücklicher. Wir haben gemerkt, dass es nicht mehr braucht und haben es als Luxus empfunden, keinen zu haben.» Schmunzelnd fügt sie hinzu: «In Australien habe ich gelernt, in Rekordgeschwindigkeit zu duschen, um Wasser zu sparen.» Luca erklärt: «Für Menschen, die gern lange Strecken fahren, wenn möglich auch mal offroad, und dabei unkompliziert übernachten wollen, ist das Auto zu empfehlen. Für den Familienurlaub mit Kindern oder wenn man länger an einem Ort bleiben möchte, eignet es sich nicht.» Im Sommer geht es für Luca mit dem Camper nach Norwegen. Soweit wie möglich nach Norden und dann dem Meer entlang zurück, so lautet der Plan. Er hofft, dass es auch da Strecken abseits der gut geteerten Strassen gibt. «Für lange Regenzeiten ist das natürlich auch kein Auto. Aber nach vielen Regentagen sieht der diesjährige Sommer ja nicht aus.»
Der Mensch ist gerne mobil – zu Fuss, mit dem Auto oder zum Beispiel einem Boot. In einer losen Serie stellt die NFZ besondere Fortbewegungsmittel der Fricktalerinnen und Fricktaler vor.



