Ratgeber Finanz: Liegenschaftsfinanzierungen werden aufwändiger
29.10.2026 RatgeberChristoph Zehnder
eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch
Liegenschaftsfinanzierungen werden ...
Christoph Zehnder
eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Liegenschaftsfinanzierungen werden aufwändiger
Auch eine schriftliche Finanzierungszusicherung einer Schweizer Bank ist kein Garant, dass die Finanzierung dann auch wirklich klappt. Das mussten wir in der jüngeren Vergangenheit leider mehrere Male zur Kenntnis nehmen. Und das nicht wegen des üblichen Vorbehalts, dass alle Eigenmittel bei der finanzierenden Bank sein müssen. Sobald grössere Renovationen nötig sind, wollen einige Banken nicht nur Kostenschätzungen, sondern konkrete Offerten sehen oder kommen im Nachhinein mit Vorbehalten oder Neuschätzungen zur Liegenschaft. Ein weiterer Klassiker ist eine Finanzierung wenige Jahre vor der Pensionierung. Nach einer schriftlichen Zusage wurde ein Kunde mit einer zusätzlichen substanziellen Amortisationspflicht konfrontiert, welche er in dieser kurzen Zeit nicht stemmen kann. Dies, obwohl fast die ganze Hypothek bereits im Bereich einer ersten Hypothek lag und der Kunde bis zu diesem Zeitpunkt nicht über zusätzliche Bedingungen informiert wurde. Auch in Scheidungsfällen wird es oft richtig kompliziert, und wirklich sicher ist man erst, wenn das unwiderrufliche Zahlungsversprechen vorliegt.
Europa in der Sackgasse
Als wenn die wirtschaftlichen Probleme, die starke Verschuldung vieler Staaten und der Krieg in der Ukraine nicht schon genug wären, kommen jetzt in einigen Ländern auch noch Unruhen und Krawalle dazu. Liebe Politiker: Versprecht den Leuten nur weiter viel mehr, als ihr wirklich finanzieren könnt! Der Boomerang kommt verzögert, aber mit richtig viel Kraft zurück. Immer mehr Versprechen ohne eine nachhaltige Finanzierung führt zu immer mehr Umverteilung. Hier leidet dann vor allem der Mittelstand, welcher das irgendwann auch nicht mehr mitmacht. Einsatz und Arbeit muss sich lohnen, und man muss sich den wirtschaftlichen und demografischen Realitäten stellen, auch wenn der Mensch lieber mehr und mehr hätte.
Ausufernde Bürokratie
Genau in schwierigen Phasen braucht es den Willen und Mut, Prioritäten zu setzen und das Wichtige vom Wünschenswerten unterscheiden zu können. Immer neue Gesetze und Vorschriften in einem Detailgrad, welchen ich vor wenigen Jahren als kaum für möglich eingestuft hätte, bombardieren das Kleingewerbe. Hier müsste man endlich den Mut zu einer Deregulierung haben, und dies konsequent. Wenn der Aufwand und die daraus entstehenden Nachteile in keinem Verhältnis zum Mehrnutzen stehen, sollte in nicht systemrelevanten oder nicht gefährlichen Branchen die Regulierung massiv zurückgefahren werden. Die ausufernde Bürokratie verschärft den Niedergang Europas aus meiner Sicht zusätzlich. Das können wir uns nicht mehr leisten!
Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an christoph.zehnder@ruetschi-ag.ch oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

