Zur Referendumsabstimmung vom 14. Juni in Herznach-Ueken
Du meinst, es sei belebend, das Landleben, der Sicherheit und Ruhe wegen, eben. In meinem Dorf ist das nun aber grad verkehrt, denn manch ein Gegner der Gemässigtheit begehrt in ...
Zur Referendumsabstimmung vom 14. Juni in Herznach-Ueken
Du meinst, es sei belebend, das Landleben, der Sicherheit und Ruhe wegen, eben. In meinem Dorf ist das nun aber grad verkehrt, denn manch ein Gegner der Gemässigtheit begehrt in selbstgefälliger Manier mit 50 durch die Wohnquartier’ zu fahr’n. Fahr-Freiheit vor Sicherheit? Gaspedal: grad gleichermassen, auf belebten Wohn- und Quartierstrassen? Tempo reduzier’n! – Da reklamier’n die erhitzten Geister Und werden Meister im Argumentier’n. «Erzieht eure Kinder zur Vorsicht!!» (Welche Eltern tun das denn nicht?) Doch jetzt wären Rücksicht und Solidarität eine wunderbare Realität. Es gibt leider Lenker mit zu viel Feuer am Steuer In der Tat, recht ungeheuer, wenn man bedenkt, dass man im Ernstfall Erwachsenen und Kindern kaum eine zweite Chance schenkt. An veralteter Signalisation festhalten? Risiko auf Kosten der Schwachen? Wenn’s zum Lachen wär’…. Nein, mir wird das Herz ganz schwer. Wer die Gefahr’n nicht rechtzeitig erkennt, Wird überfahr’n? –Ist das die Konsequenz? Was habt ihr Gegner denn zu verlier’n, wenn wir das Tempo nach unten korrigier’n? Ihr, die ihr nicht wollt das Fahren auf 30 begrenzen: Ihr kommt auch mit weniger Eile zum Ziel, Könntet jetzt aber mit Verständnis glänzen Und das wär’ für unser Dorf so viel Wert.
IRMA TIMONEY, HERZNACH