Bereits Mitte nächsten Jahres soll in der Chremet gestartet werden
Im Fricktal wird viel gebaut. Im Gleichzug wird der Platz für sauberen Aushub zusehends knapper. Die Auffüllgesellschaft Sisseln-Münchwilen (AGSM) betreibt aktuell und voraussichtlich noch bis Ende 2025 ...
Bereits Mitte nächsten Jahres soll in der Chremet gestartet werden
Im Fricktal wird viel gebaut. Im Gleichzug wird der Platz für sauberen Aushub zusehends knapper. Die Auffüllgesellschaft Sisseln-Münchwilen (AGSM) betreibt aktuell und voraussichtlich noch bis Ende 2025 im Sisslerfeld eine Aushubdeponie. Anschlusslösung ist das Gebiet Chremet in Eiken.
Susanne Hörth
Initiantin für die geplante Deponie ist ebenfalls die AGSM AG. Auf dem Gelände nördlich des Eiker Siedlungsgebietes können auf einer Fläche von 16,2 Hektaren während zirka 22 Jahren voraussichtlich in zehn Etappen zirka 2,123 Millionen Kubikmeter unverschmutzter Aushub abgelagert werden. Vorgängig sollen, ebenfalls in Etappen, rund 360 000 Kubikmeter Kies abgebaut und für regionale Bauvorhaben genutzt werden. Das auch ganz im Sinne von kurzen Transportwegen. Die anschliessende Aushub-Auffüllung erfolgt dann von Osten in Richtung Westen.
Probebohrungen
Seit August 2022 ist das Gebiet Chremet im kantonalen Richtplan als Standort für Kiesabbau und sauberen Aushub eingetragen. Das nachfolgende kommunale Verfahren steht unter der Führung der Gemeinde Eiken, des Kantons Aargau und der Initiantin AGSM AG.
Ein wichtiger nächster Schritt Richtung Realisierung erfolgte zu Jahresbeginn. Auf der Gemeinde Eiken lagen die Entwürfe zur Revision Nutzungsplanung Kulturland sowie ein Rodungsgesuch auf. Gerodet werden muss, weil die im Projektperimeter liegende Böschung entlang des Radweges nach Kaisten mit Wald überwachsen ist. Nach unbenutztem Ablauf des Gesuches erteilte die Abteilung Wald im März die Rodungsbewilligung für 21 317 Quadratmeter Wald. Ausserhalb des Deponiegeländes müssen Ausgleichsmassnahmen realisiert werden. Hierzu erklärt der Eiker Gemeindeschreiber Marcel Notter, dass eine grosszügige ökologische Ausgleichsfläche und weitere ökologische Massnahmen geplant sind, welche dann im Zuge der Realisierung des Abbaus und der Auffüllung laufend erstellt werden sollen.
Notter bejaht die Frage, ob die Bohrungen, die auf dem Gelände bei der Autobahnausfahrt Eiken Richtung Laufenburg in den vergangenen Tagen durchgeführt worden sind, im Zusammenhang mit der geplanten Deponie stehen. Es handle sich um Untersuchungen des Bodens, beziehungsweise Untergrundes, der Kiesmächtigkeiten sowie allfälliger Grundwasservorkommen im Rahmen des Umweltverträglichkeitsberichts für das Baugesuch Kiesabbau und Auffüllung mit sauberem Aushubmaterial.
Zudem würden derzeit auch weitere Vorarbeiten und zusätzliche Untersuchungen für den nächsten Verfahrensschritt im Baugesuch laufen. Auf mögliche Veränderungen angesprochen, die sich seit der ersten Vorstellung der Deponie Chremet ergeben haben könnten, hält Notter fest: «Im Zuge der durchlaufenen öffentlich-rechtlichen Verfahren wurde das Projekt im Detail konkretisiert und laufend aufgrund neuer Erkenntnisse optimiert. Im Wesentlichen geht es um die regionale Versorgung mit Kapazitäten für die Ablagerung von sauberem Aushubmaterial.»
Zum Stand der Inbetriebnahme meint Marcel Notter: «Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Realisierung ab Frühjahr/Sommer 2025 mit ersten Vorarbeiten, Erschliessung und im Spätsommer 2025 der Kiesabbau in Etappe 1 gestartet werden kann.»