Reaktion auf Vorkommnisse in der Silvesternacht
Wie schon in den vergangenen Jahren wurde in Badisch Rheinfelden die Silvesternacht im Nachgang gemeinsam vom Amt für öffentliche Ordnung und dem Polizeirevier «analysiert». Aus Sicht des Polizeireviers von Badisch ...
Reaktion auf Vorkommnisse in der Silvesternacht
Wie schon in den vergangenen Jahren wurde in Badisch Rheinfelden die Silvesternacht im Nachgang gemeinsam vom Amt für öffentliche Ordnung und dem Polizeirevier «analysiert». Aus Sicht des Polizeireviers von Badisch Rheinfelden verlief der Silvesterabend – auch wenn zahlreiche Polizeieinsätze erforderlich waren – überwiegend friedlich und ohne gravierende Störungen. Unterstützung hatte das Revier durch Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei.
Insgesamt wurden im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten 18 Einsätze registriert, darunter eine Gas-Verpuffung in einer Gaststätte in Herten, ein Balkonbrand an einem Wohnhaus in der Karl-Fürstenberg-Strasse sowie ein Brand eines Pkws in Minseln. Nachträglich wurde bekannt, dass ein noch unbekannter Mann mit einer Feuerwerksbatterie mutmasslich absichtlich ein Haus in der Karl-Fürstenberg-Strasse beschoss, wobei ein Vordach beschädigt wurde. Das Polizeirevier hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen. «Reibungslos und ohne grössere Zwischenfälle verlief das grenzüberschreitende Feuerwerk, das erneut von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern besucht wurde», heisst es in einer Medienmitteilung.
«Nicht tolerierbar»
Die Vorkommnisse auf dem Oberrheinplatz, wo einzelne Personen mit Raketen auf Gebäude und Menschen geschossen haben, seien, so die Stadtverwaltung, nicht tolerierbar. «Wir sind von den Berichten und den Bildern entsetzt und wir werden hier gemeinsam mit der Polizei ein entsprechendes Sicherheitskonzept für die Zukunft entwickeln», erklärt der Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung, Dominic Rago.
Solche Szenen dürften sich nicht wiederholen, betont auch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Er spricht sich gleichzeitig für ein bundesweites Böllerverbot aus. «Ich kann nachvollziehen, dass für viele Menschen die Raketen am Neujahrshimmel zu Silvester traditionell dazugehören. Aber hierfür gibt es mittlerweile in vielen Städten ein offizielles Feuerwerk», erklärt das Stadtoberhaupt. Die Kollateralschäden der ausufernden privaten Böllerei – Abfall, Verletzte, Wohnungsschäden – seien nicht mehr hinnehmbar. (mgt/nfz)