Ich habe mich intensiv mit dem Text der obigen Initiative auseinandergesetzt. Wir haben auch familienintern pro und contra diskutiert. Die 10-Millionen-Initiative verursacht viel Chaos und bringt keine Lösungen. Ein Nein ist für uns die einzig richtige Antwort. 1836 entdeckte Carl ...
Ich habe mich intensiv mit dem Text der obigen Initiative auseinandergesetzt. Wir haben auch familienintern pro und contra diskutiert. Die 10-Millionen-Initiative verursacht viel Chaos und bringt keine Lösungen. Ein Nein ist für uns die einzig richtige Antwort. 1836 entdeckte Carl C. F. Glenck die riesigen Salzvorkommen im Gebiet des Roten Hauses in Muttenz, was für die Eidgenossen die Unabhängigkeit vom Ausland brachte. Die Entdeckung des Salzes ist der Grundstein für den Wirtschaftsstandort Nordwestschweiz. Die chemische Industrie und die Pharma siedelten sich hier an, weil sie reines Salz benötigten. Das 19. Jahrhundert war die Zeit der Industrialisierung. Die Bözbergbahn führt seit 1875 durchs Fricktal, weshalb die Brauerei Feldschlösschen 1876 in Bahn-Nähe entstand. Die Schweizer Salinen stellten mit der Escher Wyss AG Expansionskessel für das Siedesalz her. BBC lieferte den Strom, der Gleichstrom wurde in der Rheinlust in über lange Strecken transportfähigen Wechselstrom umgewandelt. Rheinfelden, die älteste Zähringerstadt der Schweiz, wurde zum exquisiten Kurort für den europäischen Adel. All dies führte dazu, dass die Region Basel bis heute ein sehr wichtiger, erfolgreicher Wirtschaftsstandort ist. Dafür braucht es Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland, wovon viele Grenzgänger aus den angrenzenden EU-Ländern stammen – mit dem Rhein als verbindendes Element. Die Dichte des Verkehrs hat nichts mit der 10-Millionen-Initiative zu tun. Es ist der Wandel unserer Gesellschaft und Folge unseres grossen wirtschaftlichen Erfolgs. Sollte die Schweiz die Initiative annehmen, würde sie auch nicht mehr im Dublin/-Schengen-Abkommen dabei sein. Wir bekämen keine Informationen mehr aus den Registern der EU und würden abgehängt. Unserer bis heute weltweit einzigartigen direkten Demokratie müssen wir Sorge tragen! Es ist ein Privileg, dass das Schweizer Volk über solche Vorlagen abstimmen darf. Jede Nein-Stimme zählt!
ELVIRA HERZOG-REBER, RHEINFELDEN