Nachlassstundung bei der Kunz AG
21.04.2026 FrickFinanzielle Schwierigkeiten bei Fricker Unternehmen
Die auf sechs Monate befristete Nachlassstundung sei kein Konkursverfahren, sondern Zeit, um das Fricker Unternehmen zu sanieren und weiter fortzuführen, betont die Geschäftsleitung von Kunz AG art of sweets.
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Finanzielle Schwierigkeiten bei Fricker Unternehmen
Die auf sechs Monate befristete Nachlassstundung sei kein Konkursverfahren, sondern Zeit, um das Fricker Unternehmen zu sanieren und weiter fortzuführen, betont die Geschäftsleitung von Kunz AG art of sweets.
Am Donnerstag, 16. April, publizierten das Schweizerische Handelsamtsblatt wie auch das Amtsblatt des Kantons Aargau in nüchternen Sätzen, die vom Bezirksgericht Laufenburg gewährte, definitive Nachlassstundung der in Frick beheimateten Kunz AG art of sweets. Tags darauf wurde das Thema bereits von mehreren Medien aufgegriffen. Das wiederum veranlasste die Kunz AG sich gleichentags mit einem Informationsschreiben an ihre Partner und Kundschaft zu richten. Es geht der Geschäftsleitung nach eigenen Worten darum, «transparent über die Situation zu informieren und die aktuelle Berichterstattung einzuordnen.»
Die Dauer der vom Gericht bewilligten Nachlassstundung beträgt sechs Monate und endet am 23. September dieses Jahres.
Geschäftsbetrieb wird fortgeführt
«Der Geschäftsbetrieb der Kunz AG art of sweets läuft uneingeschränkt weiter. Sämtliche Standorte bleiben geöffnet, Aufträge werden ausgeführt und Lieferverpflichtungen eingehalten», heisst es seitens der Unternehmensleitung. Erklärend wird angefügt, dass das Nachlassverfahren kein Konkursverfahren sei, sondern ein gesetzlich vorgesehenes Instrument zur Sanierung und Fortführung eines Unternehmens. Hierzu heisst es auch: «Die Kunz AG art of sweets befindet sich bereits seit mehreren Monaten in diesem Prozess und hat bereits im Sommer 2025 aufgrund der finanziellen Probleme der Vormonate einen Wechsel der Geschäftsführung und Sanierungsmassnahmen eingeleitet.» Mit der definitiven Nachlassstundung werde das Verfahren nun strukturiert weitergeführt.
Finanzielle Situation stabilisiert
In der Medienmitteilung wird auch erklärt, dass die finanziell kritischste Phase zwischen Juli und November 2025 gelegen hat. In dieser Zeit konnte durch operative und organisatorische Massnahmen – unter anderem durch die Neuausrichtung der Geschäftsführung unter der Leitung von Simon Grossniklaus – eine Stabilisierung erreicht werden. Das Unternehmen arbeitet heute wieder gewinnbringend.
Gegenüber der NFZ betont Geschäftsleiter Simon Grossniklaus am Montagmorgen: «Die tägliche gute Arbeit aller Teams und der Geschäftsleitung bei Kunz sind für mich als Geschäftsleiter der beste Beweis, dass wir als Traditionsfirma mit grosser Ausstrahlung eine gute Zukunft haben. Die auferlegten Hausaufgaben zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit sind seit Monaten unser täglich Brot. Viele Verbesserungen sind bereits geschafft. Unsere geschätzte Kundschaft glaubt an Kunz und wir von der GL sind uns den qualitativen Herausforderungen, die wir letzten Sommer hier antrafen, bewusst. Unsere Produktion in Frick und die Verkaufsteams in den Filialen sind auf beste Qualität ausgelegt – das wird auch so bleiben. Die Zusammenarbeit mit dem Baselbieter Qualitätsbetrieb Bangerter erweist sich für uns als Glücksfall und auch deshalb steht einer guten Zukunft für die Firma Kunz, für die tolle Belegschaft und die schönen Verkaufsstellen nichts im Wege.»
Sanierung und Zusammenarbeit
In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche operative und strukturelle Massnahmen umgesetzt. Dazu gehört insbesondere die enge Zusammenarbeit mit der Bangerter Bäckerei-Konditorei AG sowie organisatorische Anpassungen unter der neuen operativen Führung. Ziel bleibt eine nachhaltige Stabilisierung des Unternehmens und die langfristige Sicherung der Marke Kunz. Bestehende Geschäftsbeziehungen bleiben laut Unternehmen unverändert und die Verträge behalten ihre Gültigkeit. (mgt/sh)

