Im Kanton Aargau haben wir ein sich immer stärker zeigendes Problem von zuwenig Grundversorgenden (Hausärzte, Kinderärzte und Psychiater). Immer weniger Ärztinnen und Ärzte müssen auch aufgrund der stark zunehmenden Demographie in Zukunft mehr Patientinnen und ...
Im Kanton Aargau haben wir ein sich immer stärker zeigendes Problem von zuwenig Grundversorgenden (Hausärzte, Kinderärzte und Psychiater). Immer weniger Ärztinnen und Ärzte müssen auch aufgrund der stark zunehmenden Demographie in Zukunft mehr Patientinnen und Patienten versorgen. Der Druck steigt allgemein, dazu kommen unattraktive Rahmenbedingungen wie die verbotene Abgabe von Medikamenten.
Im Gespräch mit mehreren Hausärzten komme ich zum Schluss, dass es zum jetzigen Zeitpunkt besser wäre, wenn das Verbot fallen würde. Die meisten umliegenden Kantone erlauben die Selbstdispensation und gerade in den Grenzregionen ist es ein Standortnachteil, wenn diese Einnahmemöglichkeit nicht erlaubt ist. Obwohl dabei nicht alle Probleme damit gelöst werden können, würde es die Motivation der Grundversorgenden, in unserem Kanton zu bleiben oder hier eine Praxis zu eröffnen, stärken. Der Aargauische Ärzteverband setzt sich vehement für dieses Anliegen ein und ist überzeugt, dass sich damit schnell die gewünschte Wirkung zeigen wird.
BRIGITTE RÜEDIN, RHEINFELDEN