Rheinfelden hat 2025 deutlich mehr Wasser gefördert als ein Jahr zuvor. Auch der Verkauf ist gestiegen. Bei der Einführung der digitalen Wasserzähler mit Fernablesung gibt es Verzögerungen.
Valentin Zumsteg
Wasser ist ein kostbares Gut – gerade in solchen Hitzephasen wie ...
Rheinfelden hat 2025 deutlich mehr Wasser gefördert als ein Jahr zuvor. Auch der Verkauf ist gestiegen. Bei der Einführung der digitalen Wasserzähler mit Fernablesung gibt es Verzögerungen.
Valentin Zumsteg
Wasser ist ein kostbares Gut – gerade in solchen Hitzephasen wie derzeit. In einigen Fricktaler Gemeinden wie zum Beispiel Wegenstetten und Hellikon ruft der Gemeinderat zum Wassersparen auf. Anders sieht es in Rheinfelden aus: Dank der Grundwasserfassung Heimenholz, die vom Grundwasserstrom des Rheins gespiesen wird, verfügt die Stadt über eine zuverlässige Versorgung. Wasserknappheit kennt Rheinfelden nicht.
Unter dem langjährigen Durchschnitt
2025 sind in Rheinfelden 7,8 Prozent mehr Wasser gefördert worden als im Vorjahr, insgesamt waren es rund 1,628 Millionen Kubikmeter. 79 Prozent stammen aus der Grundwasserfassung Heimenholz, der Rest aus der Quellwasserfassung Weiherfeld, wie dem Geschäftsbericht der Stadt zu entnehmen ist. Die Menge an Quellwasser schwankt stark, sie ist abhängig vom Niederschlag. Im vergangenen Jahr fiel der Quellwasserertrag in Rheinfelden um rund 21 Prozent auf 340 433 Kubikmeter und damit deutlich unter 420 000, den Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Der Wasserverkauf belief sich 2025 auf 1,554 Millionen Kubikmeter (Vorjahr 1,437 Millionen Kubikmeter). Davon gingen knapp 68 000 Kubikmeter an die Industrie (Vorjahr: 14 900 Kubikmeter) sowie 414 520 Kubikmeter an Fremdgemeinden (355 735).
Im vergangenen Jahr verzeichnete Rheinfelden insgesamt sechs Wasserleitungsbrüche, davon war eine Hauptleitung betroffen und fünf Hausleitungen. Ein Jahr zuvor waren es insgesamt neun Leitungsbrüche.
Submission abgebrochen
Die Qualität des Trinkwassers wird regelmässig überprüft: «Bei den Wasserfassungen Heimenholz und Weiherfeld wurden auch 2025 Wasserproben entnommen und die Konzentration von Metaboliten und Chlorothalonil bestimmt. Die Analysen blieben ergebnislos, die Werte lagen unter dem messbaren Niveau – das Wasser entspricht also den Anforderungen an Trinkwasser», heisst es dazu im Geschäftsbericht.
Die Rheinfelder Wasserversorgung beabsichtigt schon seit längerem, die bestehenden Wasserzähler durch digitale Modelle zu ersetzen. Dadurch sollen sich die Daten per Fernablesung erfassen lassen, das Ablesen vor Ort würde entfallen. Doch bei der Einführung kommt es zu Verzögerungen: «Die durchgeführte Submission musste aufgrund der schwer zu erreichenden Spezifikation abgebrochen werden. Die erneute Submission der Arbeiten erfolgt 2026.»