Die «Pöstli»-Liegenschaft in Müchwilen soll abgerissen und neu gebaut werden. Aktuell liegt der Ball beim Kanton. Er verlangt eine grössere Bachöffnung, als sie beim eingereichten Baugesuch vorgesehen ist.
Susanne Hörth
Die Tage des Münchwiler «Pöstli» sind gezählt. ...
Die «Pöstli»-Liegenschaft in Müchwilen soll abgerissen und neu gebaut werden. Aktuell liegt der Ball beim Kanton. Er verlangt eine grössere Bachöffnung, als sie beim eingereichten Baugesuch vorgesehen ist.
Susanne Hörth
Die Tage des Münchwiler «Pöstli» sind gezählt. Der Pachtvertrag mit Nora Elshani läuft Ende Juli aus. Am 12. Juli lädt die Wirtin zu einem Abschiedsfest ein. Danach bleibt das Dorfrestaurant geschlossen. Im Hintergrund wird bereits intensiv an der Zukunft der Liegenschaft mit Restaurant und Wohnungen gearbeitet.
Das Gebäude am Bach gehört seit 2016 der Ortsbürgerstiftung. Diese hat 2024 aufgrund des Sanierungsund Erneuerungsbedarfs der Gesamtliegenschaft einen Abklärungsund Planungsprozess inklusive Projektwettbewerb eingeleitet. Statt einer Sanierung steht nun ein Rückbau mit anschliessendem Neubau im Zentrum. Geplant sind ein modernes Restaurant im Erdgeschoss sowie vier Wohnungen im Obergeschoss. Die Kosten dafür werden auf 4,8 Millionen Franken geschätzt. Davon gewährt die Ortsbürgergemeinde der Ortsbürgerstiftung ein zinsloses Darlehen von 2,8 Millionen Franken; die restlichen 2 Millionen sollen über ein Bankdarlehen finanziert werden.
Unterstützung durch Gemeinde
Auf die Frage nach dem aktuellen Stand der Planungen erklärt Gemeindeammann Bruno Tüscher im Namen der Ortsbürgerstiftung: «Das Baugesuch wurde bei der Gemeinde eingereicht und von dieser bearbeitet. Es gab eine Einsprache, die bereinigt werden konnte. Aktuell läuft noch die Abstimmung mit dem Kanton bezüglich der Bachöffnung.» Der Kanton wünsche, so Tüscher weiter, dass der Bach nicht nur auf den beiden Parzellen geöffnet werde, die vom Bauprojekt betroffen sind, sondern auch auf der angrenzenden Parzelle 571. «Dies ist einerseits mit zusätzlichen Kosten verbunden, andererseits verlieren wir dadurch vier Parkplätze.» Der Stiftungsrat habe deshalb gemeinsam mit der Gemeinde ein Wiedererwägungsgesuch betreffend der Parzelle 571 eingereicht. «Wir warten nun auf eine entsprechende Rückmeldung.» «Sobald die Baubewilligung vorliegt, werden die nächsten Schritte definiert», sagt Bruno Tüscher zu den zeitlichen Plänen.