Mehr als 1100 Behandlungen pro Monat
04.04.2026 WirtschaftEine Sanierung der Physiotherapie im Untergeschoss des Spitals Laufenburg drängte sich schon länger auf. Entstanden ist ein modernisiertes, lichtdurchflutetes Therapieumfeld, das den wachsenden Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht wird – und sich sehen lassen ...
Eine Sanierung der Physiotherapie im Untergeschoss des Spitals Laufenburg drängte sich schon länger auf. Entstanden ist ein modernisiertes, lichtdurchflutetes Therapieumfeld, das den wachsenden Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht wird – und sich sehen lassen kann.
Susanne Hörth
Bettina Fenner öffnet die Türe zu einem winzigen Raum. Einladend wirkt er mit seinen weissen Kacheln an Wänden und Boden nicht – eher kühl und nüchtern. «Wir haben ihn so als Erinnerung belassen und nutzen ihn lediglich als Rumpelkammer», lacht Bettina Fenner und zieht die Türe schnell wieder zu.
Hinter der Leiterin der Physiotherapie und ihrem Team am GZF-Standort Spital Laufenburg liegen zwei Jahre Umbauzeit. Während die alten Räumlichkeiten umfassend saniert, erneuert und den neuesten Erkenntnissen angepasst wurden, mussten die Patientinnen und Patienten auf keines der bisherigen Angebote verzichten. Sie wurden während dieser Zeit in einem der Obergeschosse des Spitals behandelt.
Wie stark die breit aufgestellten Angebote der Physiotherapie im Spital Laufenburg genutzt werden, zeigt Bettina Fenner mit eindrücklichen Zahlen: «Wir haben durchschnittlich 50 bis 70 Behandlungen pro Tag – rund 1100 im Monat.» 85 Prozent der Therapien erfolgen ambulant, 15 Prozent stationär. In Rheinfelden sind diese Zahlen aufgrund der dort vorhandenen Chirurgie umgekehrt. An diesem Standort arbeiten elf diplomierte Physiotherapeutinnen und -therapeuten, fünf Ergotherapeutinnen und -therapeuten sowie vier Personen in Ausbildung. In Laufenburg sind es mit neun Physiotherapeutinnen und -therapeuten, und drei Auszubildenden etwas weniger. Bettina Fenner leitet beide Standorte. Die zunehmende Zahl ambulanter Therapien führt sie vor allem darauf zurück, dass Krankenkassen weniger Rehabilitationsaufenthalte genehmigen und psychische Belastungsthemen zunehmen. Veränderungen, die sich auch auf den Auftrag und die Arbeitsweise der Physiotherapien auswirken. Das Angebot in Laufenburg ist vielfältig und schliesst auch spezialisierte Therapien wie Osteopathie, Faszientherapie, komplexe Schmerztherapie, urogenitale Therapie und Kieferbehandlung ein. Ergänzend stehen ambulante Reha-Programme wie die pulmonale Rehabilitation in Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung.
Zurück am neu gestalteten, alten Ort
Seit März ist die Physiotherapie wieder an ihrem gewohnten Ort im Untergeschoss des Spitals. Wobei «gewohnt» relativ ist: «Es passiert uns immer noch, dass wir versehentlich etwas ansteuern, das sich jetzt ganz woanders befindet», schmunzelt Bettina Fenner.
Der Rundgang durch die hellen Räume – trotz Untergeschoss sorgen grosse Fensterfronten und ein ausgeklügeltes natürliches Beleuchtungssystem für viel Licht – lässt Besucherinnen und Besucher staunen. «Wow, so gross», ist ein häufiger erster Eindruck. Lange, breite Gänge mit Böden in Holzoptik führen zu zahlreichen Behandlungsund Aufenthaltsräumen. «Für Patientinnen und Patienten wie auch für die Therapeutinnen und Therapeuten ist alles viel freundlicher geworden. Die Resonanz ist durchweg positiv», freut sich Bettina Fenner. Sie bestätigt, dass das Team sich bei den Umbauplänen einbringen konnte – etwas, das auch Marcus Bartsch, Standortleiter des Spitals Laufenburg, als sehr wichtig hervorhebt.
Wo früher Vorhänge als Abgrenzung zum nächsten Therapieplatz dienten, befinden sich heute Kabinen mit Türen. «Das wird sehr geschätzt», sagt Fenner – insbesondere bei Therapien, bei denen aufgrund der Diagnose die Wahrung der Intimsphäre zentral ist.
Der Raum, in dem sich früher das Spital-Schwimmbad befand, wurde ebenfalls umfassend erneuert. Heute befindet sich dort weiterhin der «Fitnessraum», für den Trainingsabos gelöst werden können.



