Die Ernährungsinitiative ablehnen oder Stimmfreigabe beschliessen heisst die Diskussion um unsere Lebensgrundlagen verweigern. Die aktuelle Landwirtschaft- und Ernährungspolitik muss umgepflügt werden. Die Bauernlobby bewirtschaftet ihre Pfründe. Der Boden, das Wasser und ...
Die Ernährungsinitiative ablehnen oder Stimmfreigabe beschliessen heisst die Diskussion um unsere Lebensgrundlagen verweigern. Die aktuelle Landwirtschaft- und Ernährungspolitik muss umgepflügt werden. Die Bauernlobby bewirtschaftet ihre Pfründe. Der Boden, das Wasser und das Klima bleiben auf der Strecke. 34 Millionen für die Absatzförderung für Käse, Milch, Butter, Fleisch und Eier. Dem gegenüber 4 Millionen für Gemüse, Pilze, Obst, Getreide, Kartoffeln, Oelsaaten. Darüber müssen wir reden. Die vielgelobten Kühe, unsere Raufutterverzehrerinnen werden im nächsten Winter auch Heu aus Kanada geniessen, das Grasland Schweiz kommt an seine Grenzen. Die Franzosen nennen uns Heuschmuggler, da ist etwas daran. Die Mittellandseen sind unterdessen fast fischfrei. Die grossen Mengen an Gülle, die vor allem in den Schweinehaltungsbetrieben anfallen, geben den Gewässern den Todesstoss. Und diese Diskussion soll undemokratisch sein? Mein Tipp, ab ins Tibits und die Ernährungsgewohnheiten ändern.
GERTRUD HÄSELI, BIOBÄUERIN, WITTNAU