Im Betriebsjahr 2025 konnte die letzte Hypothekarschuld abbezahlt werden
Stabile Umsatzzahlen, hohe Eigenkapitalquote und Umsatzsteigerung im Detailhandel. Und mit Tilgung der letzten Hypothekarschuld kann in einer gestärkten Position die Strategie neu gedacht werden – die ...
Im Betriebsjahr 2025 konnte die letzte Hypothekarschuld abbezahlt werden
Stabile Umsatzzahlen, hohe Eigenkapitalquote und Umsatzsteigerung im Detailhandel. Und mit Tilgung der letzten Hypothekarschuld kann in einer gestärkten Position die Strategie neu gedacht werden – die Fricktaler Agrargenossenschaft weist für das letzte Geschäftsjahr eine erfolgreiche Bilanz aus.
Petra Schumacher
Das zurückliegende Geschäftsjahr der Landi Frila war von personellen Veränderungen geprägt: Reto Meier wurde an der Generalversammlung zum neuen Präsidenten gewählt und seit September konstituiert sich die Geschäftsleitung erstmals als Vierergremium. Gemeinsam schaute man auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. «Mit einem leicht gestiegenen Gesamtumsatz konnten wir wiederum sehr erfreuliche Kennzahlen erreichen», so Reto Meier am vergangenen Freitag vor 131 Stimmberechtigten und Gästen im Kulturellen Saal in Eiken. «Dass wir im Berichtsjahr unsere letzte Hypothekarschuld in der Höhe von 650 000 Franken abbezahlen konnten und somit in Bezug auf Bankkredite schuldenfrei wurden, ist sicherlich ein historischer Moment. Ganz im Sinne des genossenschaftlichen Gedankens der Teilhabe, haben wir deshalb Mitarbeitende und Kunden mit einer einmaligen ‹Schuldenfrei-Prämie› überrascht».
In allen Geschäftsfeldern erfolgreich
Auch Thomas Tschanz, Geschäftsführer der Landi Frila, konnte in seinem detaillierten Bericht zu den einzelnen Geschäftsfeldern über Erfolge sprechen. So hat sich im Agrarbereich das Landwirtschaftsjahr 2025 insgesamt sehr erfreulich entwickelt. Über 1,1 Millionen Kunden wurden in den Landi-Läden und TopShops begrüsst, was einem Zuwachs von 3 Prozent entspricht. Der Gesamtumsatz erhöhte sich damit auf 23,9 Millionen Franken. Damit liegt die regionale Entwicklung deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Besonders die warme Frühlingssaison und ein aussergewöhnlich heisser Juni kurbelten das Geschäft an und steigerten die Nachfrage an Klimageräten, Gartenpools und Rasenmähern, hiess es in Thomas Tschanz‘ Bericht. Weiterhin auf nationalem Wachstumskurs befinden sich die Tankstellenshops. Entgegen dem nationalen Abwärtstrend bei den fossilen Treibstoffen konnten die sieben Tankstellen ihren Mengenausstoss halten und sogar leicht steigern. Am Landi-Standort in Rheinfelden-Ost wurden die bestehenden Tanksäulen ersetzt und modernisiert. In diesem Zusammenhang konnte das Treibstoffangebot um ein interessantes Produkt ergänzt werden: Bei HVO, sogenanntem Hydrotreated Vegetable Oil, handelt es sich um einen erneuerbaren organischen Dieselkraftstoff, welcher aus Rest- und Abfallstoffen aus Ölen und Fetten hergestellt wird.
Perspektiven
«Wir befinden uns in einer stabilen finanziellen Situation», so Tschanz. «Es stellt sich die berechtigte Frage, was wir mit dem Geld machen.» Mit einem Rückblick auf die strategische Ausrichtung der Landi-Geschäftsfelder, wie sie um die Jahrtausendwende erstellt wurde, resümierte der Geschäftsführer: «Wir haben die Strategie gemeinsam erarbeitet und daran festgehalten. Wir sind ihr über Jahre treu geblieben. Sie hat funktioniert und funktioniert noch immer. Jetzt können wir aus einer Position der Stärke unsere Strategie weiter entwickeln».
Keine Zukunftsmusik ist die Zusammenarbeit mit Agroline-/ Agrarpiloten. Seit dem 1. April bietet die Landi Frila eigene Drohnendienstleistungen an. Damit reagiert das Unternehmen gezielt auf die steigenden Anforderungen an Präzision, Effizienz und Bodenschonung in der modernen Landwirtschaft. Das Projekt zeigt den Anspruch der Landi, sich als innovativer und zukunftsorientierter Agrardienstleister in der Region zu positionieren.