Aufnahmeklinik sorgt für kürzere Wege
21.08.2026 WirtschaftDas Gesundheitszentrum Fricktal geht neue Wege: Seit vergangenem November verfügt das Spital Rheinfelden über eine sogenannte Aufnahmeklinik. Dadurch werden die Abläufe einfacher und die Wartezeit vor den Liften entfällt.
Valentin Zumsteg
Hell und freundlich, so präsentieren ...
Das Gesundheitszentrum Fricktal geht neue Wege: Seit vergangenem November verfügt das Spital Rheinfelden über eine sogenannte Aufnahmeklinik. Dadurch werden die Abläufe einfacher und die Wartezeit vor den Liften entfällt.
Valentin Zumsteg
Hell und freundlich, so präsentieren sich die Räume der neuen Aufnahmeklinik des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF). Im Erdgeschoss des Spitals Rheinfelden sind die Räumlichkeiten für Patientinnen und Patienten, denen eine geplante Operation bevorsteht, eingerichtet worden. Früher befand sich dort die Überwachungsstation. In der neuen Aufnahmeklinik, die im November 2025 in Betrieb gegangen ist, werden die Patienten zentral aufgenommen, auf den Eingriff vorbereitet und ohne Stations- oder Stockwerkswechsel direkt in den Operationssaal begleitet.
Weniger Wartezeit
«Durch die Bündelung der Abläufe profitieren unsere Patientinnen und Patienten von kürzeren Wegen und einer noch angenehmeren Betreuung. Gleichzeitig können unsere Mitarbeitenden die Prozesse effizienter gestalten», erklärt Patricia Käser-Winter. Sie ist Bereichsleiterin Aufnahmeklinik /Notfall und arbeitet bereits seit 28 Jahren beim GZF. Früher, als die Patienten noch aus dem ersten Stock in die Operationssäle im Erdgeschoss transportiert werden mussten, ging viel Zeit bei den Liften verloren. «Ich habe es zusammengerechnet: Das waren pro Jahr drei Monate Arbeitszeit von einer Person. Das entfällt jetzt», so Käser-Winter.
Für die Patientinnen und Patienten vereinfacht sich der Ablauf ebenfalls. Sie melden sich am Tag ihres – geplanten – Eingriffs direkt in der Aufnahmeklinik. Dort erfolgen die administrativen und medizinischen Vorbereitungen für die Operation. Danach werden sie auf der gegenüberliegenden Seite in den Operationssaal gebracht. «Indem wir alle präoperativen Schritte an einem Ort bündeln, schaffen wir für unsere Patientinnen und Patienten kürzere Wege und mehr Komfort», betont Patricia Käser-Winter.
Verwaltungsrat bewilligte 1,4 Millionen Franken
Das Spital Rheinfelden verfügt über vier Operationssäle. Die Aufnahmeklinik bietet Platz für acht Patientinnen und Patienten; in der Regel beträgt die Aufenthaltsdauer rund 90 Minuten. Wenn eine vorhergehende Operation ausfällt, kann es schneller gehen. Kommt ein Notfall dazwischen, braucht es mehr Geduld. Die bisherigen Aufnahmeplätze im ersten Stock werden neu als Wochenstation genutzt, dies gibt zusätzliche Bettenkapazitäten am Standort Rheinfelden.
Bei der Planung und Umsetzung konnten sich Patricia Käser-Winter und ihr Team einbringen, ihre Ideen wurden berücksichtigt, wie sie erklärt: «Die bisherigen Erfahrungen sind sehr gut. Die neuen Abläufe ermöglichen mehr Effizienz; sie werden von Patienten und Mitarbeitenden positiv aufgenommen.» Insbesondere die kürzeren Wege und die optimierte Organisation tragen – so Käser-Winter – zu einer spürbaren Entlastung im Tagesbetrieb bei. Die Wartezeiten im Operationssaal konnten dadurch ebenfalls spürbar minimiert werden. Für die Umsetzung des Projekts hat der Verwaltungsrat des GZF 1,4 Millionen Franken genehmigt.
Über die Klinik wurden von Anfang Jahr bis Mitte August bereits 3532 Patientinnen und Patienten aufgenommen und für die Operation vorbereitet. Nach den positiven Erfahrungen ist für Patricia Käser-Winter und ihr Team klar, dass sie nicht mehr zurück zum alten System möchten.



