Leserbrief zu «KI anwenden, statt darüber reden» in der NFZ vom 20. Oktober 2026
Wer trägt Verantwortung in der neuen Zeit mit KI? Wenn KI schneller denken kann als wir Menschen, ist dies das «Eine»! Entscheidungen treffen nur ...
Leserbrief zu «KI anwenden, statt darüber reden» in der NFZ vom 20. Oktober 2026
Wer trägt Verantwortung in der neuen Zeit mit KI? Wenn KI schneller denken kann als wir Menschen, ist dies das «Eine»! Entscheidungen treffen nur wir Menschen. KI darf nicht entscheiden, sondern Grundlagen für Wissen in vielen oder allen Bereichen schneller bereitstellen oder Lösungen finden. Wenn KI dazu führt, dass der Mensch nicht mehr selbst denken soll, dann ist der Mensch angegriffen und schafft sich selbst ab. Nun zur Frage der Verantwortung. Bei menschlichen, wirtschaftlichen, politischen oder bei Alltagsentscheiden entstehen Fehler. Die Menschen selbst und viele Organisationen stehen in deren Verantwortung. Wenn sich KI zu unkontrollierten Entscheiden durchsetzt, wie bereits geschehen, zeigt sich eine grosse Gefahr und die akute Frage wird brisant: «Wer ist jetzt verantwortlich»? Kontrollsysteme sind gefordert, doch wir haben sie noch nicht, somit lassen wir der «KI» zu grossen Spielraum, denn es ist ein Riesengeschäft. Die Cyberbedrohungen vervielfachen sich. Früher dauerte ein Hackerangriff tagelang, um nach Sicherheitslücken in Systemen von Unternehmen zu suchen, heute kann mit KI eine Schwachstelle in Programmen innert Sekunden gefunden werden. Datendiebstahl mit Hilfe von KI häuft sich, Hacker griffen im September 2026 63-mal kritische Infrastrukturen in der Schweiz an (Quelle BACS). «KI kann den Prozess eines Cyberangriffs massiv beschleunigen», somit bleibt den Abwehrkräften wenig Zeit und KI wird zu einer Bedrohung (Quelle: «Die Hacker-Pandemie» NZZ 18.10.2026).
HERBERT LÜTZELSCHWAB, ZEININGEN