(zum Beitrag «Hausärzte schlagen Alarm», NFZ vom 16. April)
Der Aargau habe im gesamtschweizerischen Vergleich eine zu tiefe Hausärztedichte. Die Ärzte schlagen Alarm um Rezepte, wobei sie auch kein taugliches «Rezept» zur ...
(zum Beitrag «Hausärzte schlagen Alarm», NFZ vom 16. April)
Der Aargau habe im gesamtschweizerischen Vergleich eine zu tiefe Hausärztedichte. Die Ärzte schlagen Alarm um Rezepte, wobei sie auch kein taugliches «Rezept» zur Problemlösung aufzeigen können. Dieses Problem kann jedoch nicht durch den Zusatzverdienst des ärztlichen Medikamentenverkaufs gelöst werden. Auch in Kantonen mit Selbstdispensation gibt es in der Peripherie, den ländlichen Gebieten, ähnliche Probleme, Hausärzte zu finden. Die Selbstdispensation ist eine Randerscheinung in einigen Deutschschweizer Kantonen. Die Hausärzte werden im neuen Abrechnungssystem «Tardoc» deutlich bessergestellt. Im Aargau ist der Verkauf von Medikamenten durch Ärzte seit über hundert Jahren verboten. Dieses System ist erfolgreich. Wer verschreibt, verkauft nicht! Dieses Prinzip gilt in ganz Europa und im Rest der Welt. Kein Medikamentenverkauf durch Ärzte. Die Kantone Aargau und Basel-Stadt haben traditionell das System der welschen Schweiz und dem Tessin, in dem die Abgabe von Medikamenten ausschliesslich durch Apotheken erfolgt. Das hat sich so bewährt und das ist gut so. Dies garantiert jeder Berufsgruppe ihre Unbefangenheit. Nur durch eine hohe Apothekendichte, auch in ländlichen Regionen, kann die Grundversorgung der Bevölkerung sichergestellt werden, dies auch im Fricktal.
ANDREAS TSCHEULIN, FRICK