Ja zum «Herzstück» von Eiken
30.06.2026 EikenTrotz hochsommerlicher Temperaturen fanden sich 99 der 1538 Eiker Stimmberechtigten am letzten Freitag zur Gemeindeversammlung im Kulturellen Saal ein. Dieser kann nun saniert werden.
Petra Schumacher
Tropisch bezeichnete Gemeindeammann Stefan Grunder die aktuelle Wetterlage und ...
Trotz hochsommerlicher Temperaturen fanden sich 99 der 1538 Eiker Stimmberechtigten am letzten Freitag zur Gemeindeversammlung im Kulturellen Saal ein. Dieser kann nun saniert werden.
Petra Schumacher
Tropisch bezeichnete Gemeindeammann Stefan Grunder die aktuelle Wetterlage und die nachfolgenden Stunden sollten zeigen, dass die Temperaturen im Kulturellen Saal dem nicht nachstanden. Der Gemeinderat hatte an diesem Abend viel vor. Elf Abstimmungstraktanden standen an und so war es wenig verwunderlich, dass die Versammlung erst um 22.30 Uhr endete.
Nicht alle Ampeln stehen auf Grün
Die Rechnung der Einwohnergemeinde schloss dank der Entnahme aus der Aufwertungsreserve mit einem Gewinn, der niedriger als erwartet ausfiel. Die Kostensteigerung wurde mit den höheren stationären Pflegefinanzierungskosten begründet. Die Rechnung der Selbstfinanzierung wies beim Abschluss einen Finanzierungsfehlbetrag aus. Jahresrechnung und Kreditabrechnung wurden mit einem Stimmmehr angenommen.
Der Gemeinderat hatte kurz vor der Versammlung den Antrag für ein Verpf lichtungskredit für den Neubau eines Vierfachkindergartens zurückgezogen (die NFZ berichtete). Auf der Traktandenliste war der Punkt trotzdem aufgeführt. Stefan Grunder war eine Erläuterung wichtig: «Nach der letzten Informationsveranstaltung haben wir gemerkt, dass die Planung so nicht passt. Wir haben das Thema nicht fallengelassen, aktuell haben wir es aus Vernunft gestrichen. Ich verspreche, wir bleiben am Ball und sind auf der Suche nach einer passenden Lösung.»
Das Herzstück
Das zentrale Thema der Gemeindeversammlung war die Sanierung des Kulturellen Saals. Vzeammann Didi Schärer ergriff dazu das Wort: «Der Kulturelle Saal ist mehr als ein Raum für Veranstaltungen, er ist das Herzstück von Eiken. Hier treffen sich die Vereine, proben und zeigen Aufführungen. Und das Dorf braucht für den Zusammenhalt die Vereine. Deshalb liegt mir die Sanierung am Herzen.» Die Liste der durchzuführenden Massnahmen und Neuanschaffungen ist lang, was zu einigen Meldungen und Nachfragen von den Anwesenden führte. Die an dem Abend auf ein Höchstniveau angestiegenen Temperaturen im Saal waren Argument genug, als aus den Reihen der Stimmberechtigten der Antrag gestellt wurde, die Sanierungsliste um den Einbau einer Klimaanlage zu erweitern. Ein spontan eingebrachter Antrag, die Sanierung des Kulturellen Saals und der Schule zusammenzufassen und ins kommende Jahr zu vertagen, wurde hingegen abgelehnt. Die Stimmberechtigten sagten Ja zum Sanierungskredit von 800 000 Franken. Zuvor hatten die Ortsbürger einer Beteiligung an den Kosten in Höhe von 200 000 Franken zugestimmt.
Dammstrasse
In der Diskussion um Baumassnahmen zur Ersterstellung der Dammstrasse sorgten einige Nachfragen und Meinungen der Stimmberechtigten zur Diskussion. Der eingebrachte Ergänzungsantrag, die Neuerstellung der Strasse bis zur Laufenburger Strasse weiterzuführen, wurde nicht nur vom Gemeinderat einstimmig unterstützt, auch die Stimmberechtigten befürworteten es. Der Kreditantrag zum Strassenbau wurde genehmigt.
Nach einer für alle notwendigen Trinkpause wurden das Verpflichtungskredit für den Bau der behindertengerechten Bushaltestelle Rütti, die Revision der Reglemente im Bauwesen und die Anpassung der Gemeindeordnung bezüglich der Anzahl der Mitglieder der Finanzkommission mit einem Stimmenmehr angenommen. Auch den Einbürgerungsgesuchen wurde zugestimmt.

