In einem Dorf ist guter Service möglich

  26.02.2026 Leserbriefe

Ein Bürostuhl wird gefährlich. Die Prüfung ergibt: Eine Schraube ist weg, die zweite Halterung schon etwas mit gelöster Schraube auffällig. Reparatur dringlich. Einen Bürostuhl kann man aber nicht so leicht mit Auftrag dem Paketlieferdienst übergeben. Naheliegend: In der ehemaligen Dorfschmiede oder in einer örtlichen Werkstatt die Reparatur wagen.

VOLG macht mehr Umsatz. Der Jahresbericht der VOLG-Gruppe ist am PC in das Blickfeld geraten. Erfreuliche Nachricht in Kürze: «Im Geschäftsjahr 2025 wurde mehr umgesetzt mit dem höchsten Wert in der Unterneh- mensgeschichte plus 1,3% auf knapp 1,8 Milliarden Franken. Daran waren 593 Dorfläden mit 1,3 Milliarden Umsatz beteiligt». Unser Dorfladen wurde in Einrichtung und Betrieb vor einiger Zeit auf den neuesten Stand gebracht. Er wartet das ganze Jahr mit Öffnungszeiten auf, die so einmalig sind (nicht nur in unserem Dorf): Mo– Fr 06.00 bis 19.00 Uhr und Samstag 07.00 bis 19.30 Uhr. Der Leiterin zur Seite stehen eine Stellvertreterin, zwei Verkäuferinnen und eine Lehrtochter. Bedenken wir kurz die Bravourleistung dieser Dorfladen-Organisation bis hinauf in die Alpentäler! Sie ist unentbehrlich im ländlichen Raum für die Familien und die ältere Generation und sehr oft für viele Kunden ausserhalb der Normalarbeitszeit. Alles zu fairen Einkaufspreisen, was nur in Anbetracht der weitverzweigten Zulieferdienste nicht selbstverständlich ist. Rasche Hilfe in Sicht bei der Steuererklärung. Selbst von einem Gewerbelehrer war zu lesen, dass er mit der «eTAX AARGAU» einfach nicht gut zu Rande komme. Nicht direkt beim Steueramt, aber in vielen Dörfern vor Ort ist in einem Home-Büro Hilfe möglich. Wer sich im regionalen Bereich etwas umschaut wird sicher fündig.

Drei Beispiele, die zeigen wie vieles oft direkt und nah erreichbar ist. Ich meine: Dörfer sind nicht zuletzt lebenswert dank solcher Dienste im Gewerbe, das oft auch mit einem Gespräch oder einer News-Mitteilung bereichert wird. Das sind regelrechte, sogar nutzbringende Begegnungen und ein gutes Stück Dorfkultur.

PETER BIRCHER, WÖLFLINSWIL


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