Christoph Riner steht der SVP Aargau als neuer Präsident vor
Es sei ein Zufall gewesen, dass der Parteitag der SVP Aargau am Mittwochabend ausgerechnet in Zeihen stattfand, so Christoph Riner. Die Freude des Nationalrates, ausgerechnet an seinem Wohnort zum künftigen Präsidenten der ...
Christoph Riner steht der SVP Aargau als neuer Präsident vor
Es sei ein Zufall gewesen, dass der Parteitag der SVP Aargau am Mittwochabend ausgerechnet in Zeihen stattfand, so Christoph Riner. Die Freude des Nationalrates, ausgerechnet an seinem Wohnort zum künftigen Präsidenten der SVP Aargau gewählt worden zu sein, ist umso grösser.
Susanne Hörth
14 Jahre lang gehörte Christoph Riner dem Grossen Rat an, seit 2023 sitzt der SVP-Politiker im Nationalrat. Mit der Wahl zum neuen Präsidenten der SVP Aargau übernimmt der Fricktaler ab 21. Januar 2027 ein weiteres politisches Amt. Im Gespräch mit der NFZ blickt er auf den Wahlabend zurück.
NFZ: Herr Riner, hätten Sie erwartet, dass so viele Parteimitglieder aus dem ganzen Kanton nach Zeihen kommen würden? Christoph Riner: Nein, das haben wir in diesem Ausmass niemals erwartet. Wir wurden im positiven Sinne fast etwas überrannt. Wir mussten wirklich noch die letzten Tische und Stühle aufstellen, die es gab. Es herrschte aber gerade dadurch auch eine Superstimmung.
Was war für Sie persönlich der speziellste Moment?
Der Moment der Wahl. Ich sah so viele bekannte Gesichter im Publikum, aus dem ganzen Kanton Aargau, meine Freunde, meine Mutter, welche sich mit mir freuten.
Der Parteitag fand ausgerechnet in Ihrer Wohngemeinde Zeihen statt. War das spontan oder schon lange so geplant?
Das war ein reiner Zufall. Die Durchführung eines Parteitages muss früh gemeldet werden. Wir taten dies bereits im Frühjahr, da wusste noch niemand, dass es im Oktober eine Präsidentenwahl geben wird.
Mit dem Präsidium bürden Sie sich neben Ihrem Nationalratsamt zusätzlich viel Arbeit auf.
Ich habe mir natürlich vorgängig meine Gedanken gemacht und Gespräche geführt. Natürlich gibt es zusätzliche Arbeit und Präsenzzeiten, aber mir gefällt das auch. Ich bin sehr gerne bei den Menschen im Aargau unterwegs, «be de Lüüt», das fühlt sich für mich überhaupt nicht wie Arbeit an.
Welches sind für Sie als künftiger SVP-Kantonalpräsident wichtige politische Anliegen?
Mir ist wichtig, dass im Aargau eine Politik für alle Regionen und Gemeinden gemacht wird, ausdrücklich auch für die ländlichen Regionen und kleineren Gemeinden. Ebenso müssen wir unsere Unabhängigkeit bewahren und dürfen uns nicht immer stärker an die EU annähern und mit dem EU-Rahmenvertrag dynamisch fremdes Recht übernehmen. Die Menschen sollen sich im Aargau sicher fühlen können. Zunehmende Kriminalität und Einbrüche dürfen wir nicht einfach hinnehmen. Gleichzeitig müssen wir die Kauf kraft der Bevölkerung stärken und dafür sorgen, dass den Menschen und unseren KMU mehr zum Leben und Wirtschaften bleibt, statt sie mit immer höheren Steuern und Abgaben zusätzlich zu belasten.
Sie haben es gerade erwähnt: Christoph Riner kennt man als den Mann, der sich sehr für die ländlichen Regionen einsetzt. Können Sie diesem persönlichen Anspruch trotz der kantonalen und nationalen politischen Aufgaben weiterhin treu bleiben?
Auf jeden Fall, das ist mir ganz wichtig. Ich habe am Parteitag auch gesagt, ich möchte nicht Kantonalparteipräsident werden wegen einem «Titel auf Papier», sondern weil ich die Menschen im Kanton Aargau einfach gerne habe und den Aargau mit seinen verschiedenen Regionen und Gemeinden liebe. Ich werde bleiben, wie ich bin, gerne bei den Menschen, echt bodenständig oder anders gesagt «de Riner bliibt de Riner».