Gisela Taufer bleibt GAF-Präsidentin. Sie ist nicht mehr Gemeindepräsidentin von Zeiningen. Dem Gemeindeverband Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal (GAF) steht sie trotzdem weiterhin vor.
Ronny Wittenwiler
Eigentlich war es eine mehr oder weniger unspektakuläre ...
Gisela Taufer bleibt GAF-Präsidentin. Sie ist nicht mehr Gemeindepräsidentin von Zeiningen. Dem Gemeindeverband Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal (GAF) steht sie trotzdem weiterhin vor.
Ronny Wittenwiler
Eigentlich war es eine mehr oder weniger unspektakuläre Abgeordneten-Versammlung. Und doch war ein Traktandum just für Gisela Taufer mehr als bloss gewöhnlich: Nach Wiederwahl des Gesamtvorstands schenkten die Abgeordneten einstimmig auch ihr als Präsidentin das Vertrauen. Taufer, die im vergangenen September nach verpasster Wiederwahl als Gemeinderätin und Gemeindepräsidentin von Zeiningen im ersten Wahlgang ihr Amt niedergelegt hatte, macht damit als GAF-Präsidentin weiter. «Dass ich mich erneut zur Verfügung stelle, war schon länger klar.» Nach wie vor liegt ihr die Thematik der Abfallentsorgung am Herzen. Vor ein paar Jahren sagte sie einmal: «Das ist mein Steckenpferd mit so vielen spannenden Themen rund um die Entsorgung.»
Das sagen die Statuten
Dass Gisela Taufer als GAF-Präsidentin kein Exekutivmandat in einer der Verbandsgemeinden innehat, ist statutarisch kein Problem. Gemäss Statuten muss lediglich eine Mehrheit des Vorstands ein Amt als Gemeinderat bekleiden. Das ist im siebenköpfigen Gremium mit aktuell vier Gemeinderäten weiterhin der Fall. Einer von ihnen ist der Rheinfelder Stadtrat Joël Lässer, der den Sitz im GAF-Vorstand von Stadtratskollegin und Stadtpräsidentin Claudia Rohrer übernimmt. Es ist die einzige Rochade im GAF-Vorstand, allerdings eine mit Blick auf die Zukunft: Lässer soll in zwei Jahren das Präsidium von Gisela Taufer übernehmen. Auch für die saubere Einarbeitung ihres designierten Nachfolgers stehe sie sehr gerne nochmals als Präsidentin dem GAF zur Verfügung. «Das haben wir im Vorstand so miteinander abgesprochen.»
Vertrauensbeweis
1974 und damit vor über fünfzig Jahren gegründet, ist nach Paul Furler (Rheinfelden), Max Weidmann (Möhlin) und Peter Scholer (Rheinfelden) Gisela Taufer aus Zeiningen erst die vierte Person, die den GAF präsidiert. Vielleicht ist es etwas gar vermessen, von Genugtuung zu sprechen. Doch die einstimmige Wahl bedeutet Gisela Taufer in Anbetracht der jüngsten politischen Ereignisse viel; sie, die gerade erst an der Gemeindeversammlung in Zeiningen mit stehender Ovation verabschiedet worden war. «Es ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass man Vertrauen in uns hat und unsere Arbeit schätzt», sagt Gisela Taufer nun im Nachgang an die GAF-Versammlung spürbar erfreut, wenn nicht gar etwas bewegt.
Die Gebühren bleiben im GAF-Gebiet für das Jahr 2027 unverändert. Allerdings dürfte eine Erhöhung per 2028 notwendig sein, zumal der Topf aus einer Rückzahlung durch die KVA nach rund acht Jahren aufgebraucht ist (rund 4,4 Millionen Franken, die NFZ berichtete).