Während die beiden Einkaufsläden in Hornussen und Bözen gut bis sehr gut frequentiert sind, führte der Dorfladen in Elfingen jahrelang einen Kampf ums Überleben. Seit neun Monaten ist der Laden zu. Jetzt ist klar: Er bleibt zu.
Simone Rufli
«Wir ...
Während die beiden Einkaufsläden in Hornussen und Bözen gut bis sehr gut frequentiert sind, führte der Dorfladen in Elfingen jahrelang einen Kampf ums Überleben. Seit neun Monaten ist der Laden zu. Jetzt ist klar: Er bleibt zu.
Simone Rufli
«Wir haben es versucht, sind den Betreibern des Ladens auch gerne entgegengekommen, aber einen weiteren Anlauf werden wir nun nicht nehmen», so viel könne er bereits sagen, meinte Gemeindeammann Robert Schmid auf Anfrage der NFZ. Welchem neuen Zweck die Liegenschaft an der Dorfstrasse in Elfingen letztendlich zugeführt werde, darüber werde der Gemeinderat aber erst noch beraten.
Jahrelang hat zuerst der Gemeinderat Elfingen, nach der Fusion dann der Gemeinderat Böztal sich bemüht, den Dorfladen in Elfingen am Leben zu erhalten. Und obwohl der Gemeinderat Böztal ihr die Mietund Nebenkosten komplett erlassen hat, hat mit Jacqueline Lerf Ende Mai 2025 auch die Betreiberin des «Poschti Chörbli» das Handtuch geworfen. Zu gering war die Nachfrage, zu bescheiden der Umsatz.
Auch wenn der definitive Entscheid noch ausstehe, eine Möglichkeit sei es, so Schmid, im Gebäude zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. «Führt die Aufnahmepf licht dazu, dass Böztal in nächster Zeit weitere Geflüchtete zugewiesen erhält, dann müssten wir schauen, wo die Leute untergebracht werden könnten.» Eine Möglichkeit wäre dann die Liegenschaft in Elfingen. Seit Mitte August 2022 ist die Wohnung im Obergeschoss des Gebäudes bewohnt. Damals aus Not, als im Ökonomieteil eines alten Bauernhofes unmittelbar neben dem Restaurant Sternen ein Brand ausgebrochen war und die Bewohner von dort mitten in der Nacht evakuiert werden mussten. Weiterer Wohnraum könnte durch einen Umbau entstehen.
Umbau in Hornussen
Umgebaut wird derzeit der Volg-Laden in Hornussen. Das Gebäude, das ursprünglich der Fenaco gehörte, befindet sich in Privatbesitz. Im Dachgeschoss und im Lagerteil entsteht nun Wohnraum. «Der Laden selbst stand auf der Kippe», so Robert Schmid, der sich zugunsten der Grundversorgung der Böztaler Bevölkerung direkt beim Regierungsrat für den Erhalt des Ladens eingesetzt hat. Nötig wurde sein Einsatz, weil der Kanton mit dem Umbau die beiden Kunden-Parkplätze aufheben wollte. Weil inzwischen klar sei, dass die beiden Parkplätze im Bereich der Anlieferung erhalten bleiben, habe Volg zugesagt, den Laden weiter zu betreiben. «Volg hat unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass er den Durchgangsverkehr und damit die Möglichkeit, beim Laden zu parkieren, für den Umsatz braucht», so Robert Schmid.
Konstant hoher Nachfrage erfreut sich der zweite Volg in der Gemeinde Böztal, jener im Ortsteil Bözen.