Definitiv kein Böztaler Bewegungspark auf dem Effinger Schulareal
Initiator Roger Frey nennt es «eine traurige Angelegenheit» und lässt die Frage offen, ob in Böztal ein alternativer Standort für den Bewegungspark gefunden werden kann. Gemeindeammann Robert Schmid schreibt von einem ...
Definitiv kein Böztaler Bewegungspark auf dem Effinger Schulareal
Initiator Roger Frey nennt es «eine traurige Angelegenheit» und lässt die Frage offen, ob in Böztal ein alternativer Standort für den Bewegungspark gefunden werden kann. Gemeindeammann Robert Schmid schreibt von einem «heissen Eisen».
Simone Rufli
So viel ist sicher: Auf dem Schulareal in Effingen, östlich des Kindergarten-Pavillons, in der Zone für öffentliche Bauten, wird definitiv kein Bewegungspark zu stehen kommen. Offen bleibt, ob in Böztal überhaupt ein Bewegungspark gebaut wird. Gesucht wird, so hat es die Gemeindeversammlung entschieden, ob gefunden wird? Denn auch weitere mögliche Standorte, die jetzt schon zur Verfügung stehen könnten, seien angeschaut, aber auch wieder verworfen worden, ist im Böztaler Mitteilungsblatt vom August zu lesen.
Roger Frey ist enttäuscht, spricht gegenüber der NFZ von «massiver Opposition», von «einer traurigen Angelegenheit» und davon, dass es sich nicht lohne, etwas «durchzustieren», weil man den Jugendlichen damit keinen Gefallen tue. Frey ist der Mann hinter dem Projekt «Bewegungspark Böztal». Im Jahr 2019, als die Idee ein erstes Mal zur Sprache kam, war er Vizeammann von Bözen, nach der Fusion im Jahr 2022 dann Gemeinderat in Böztal. Den Park initiierte er in seiner Funktion als Vizepräsident des Stiftungsrats der im Juni 2020 gegründeten Stiftung Elektra Bözen.
Die Finanzierung – budgetierte Kosten insgesamt rund 600 000 Franken – sollte über die Stiftung und weitere Geldgeber (Swisslos, Lebensraum Aargau) erfolgen. Eine Zustimmung der Gemeindeversammlung zum Bewegungspark war aufgrund der geplanten Finanzierung durch die Stiftung nicht nötig.
2024 überwog die Zuversicht
Weil die Idee nicht neu war, die Finanzierung geregelt, eine Umfrage in der Bevölkerung positiv verlaufen war und Jugendliche einen Bewegungspark wünschten, überwog im Oktober 2024, als das Projekt vorgestellt wurde, die Zuversicht. Von einem Projekt für Generationen war die Rede, konzipiert für 40 bis 50 Jahre, «befahrbar – wenn alles rund läuft – im Herbst 2025». Im September 2024 wurde die Bevölkerung zu einem Infoabend eingeladen. Weil das Projekt viele Fragen aufwarf, kam es im Mai 2025 zu einem weiteren Infoanlass und zum Aufeinandertreffen von befürwortenden Jugendlichen und mehrheitlich ablehnenden Erwachsenen. Was an diesem emotionalen Abend überaus deutlich wurde: Der Widerstand gegen den Bewegungspark ist gross und teils heftig.
Wie emotional belastet das Thema ist, zeigt sich auch jetzt im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde vom August 2026. Gemeindeammann Robert Schmid schreibt im Zusammenhang mit dem Bewegungspark von einem «heissen Eisen», das «irgendwie immer noch latent im Raum steht». Der Auftrag der Gemeindeversammlung aber sei klar: Im Rahmen der Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) soll ein möglicher neuer Standort evaluiert werden. Für Roger Frey ist damit klar, die Stiftung reserviert das Geld bis auf Weiteres. Skeptisch ist er allerdings, dass sich in Böztal ein anderer Standort finden lässt.