Gute Bildung braucht starke Umsetzung
04.06.2026 LeserbriefeZur kantonalen Bildungsinitiative.
Die bestehenden Regelungen sichern Qualität, Personal und Entwicklung bereits umfassend. Dazu sind die entsprechenden Massnahmen bereits durch den Grossen Rat eingeleitet. Ja, Bildung darf und muss etwas kosten, ist sie ...
Zur kantonalen Bildungsinitiative.
Die bestehenden Regelungen sichern Qualität, Personal und Entwicklung bereits umfassend. Dazu sind die entsprechenden Massnahmen bereits durch den Grossen Rat eingeleitet. Ja, Bildung darf und muss etwas kosten, ist sie doch eines der höchsten Güter, welches wir in der Schweiz haben. Die Forderungen der Initiative nach hoher Unterrichtsqualität, genügend qualifizierten Lehr- und schulischen Fachkräften und dass die Arbeit der Lehrpersonen primär Schülerinnen und Schülern zugutekommt, sind unbestritten. Mit der Verankerung dieser zusätzlichen Forderungen in der Kantonsverfassung können diese Anliegen in keiner Weise umgesetzt noch sichergestellt werden. Die zentralen Leitlinien sind bereits in der Kantonsverfassung verankert. Daher braucht es keine weiteren Bestimmungen, welche so nicht umgesetzt werden können und viel Geld kosten für nichts.
Mit mehr Geld können wir die Herausforderungen, welche wir heute im Bildungswesen haben, nicht lösen. In den letzten Jahren wurde sehr viel im Bildungsbereich getan. Kanton und Gemeinden haben in neue Schulinfrastrukturen investiert, neue Schulstrukturen aufgebaut (Abschaffung Schulpflege, direkte Verantwortung durch den Stadt-/ Gemeinderat) und stehen mit der Ressourcierung der Schule vor Ort am Anfang. Der Kanton, der Grosse Rat und die Gemeinden sind sich ihrer Aufgaben und ihrer Verantwortung bewusst. Es braucht in den Gemeinden einen guten und fairen Umgang mit der Lehrerschaft und den Schulleitungen. Zudem müssen wir als Gesellschaft der ganzen Schule vor Ort, vom Kindergarten bis zu den Oberstufenzentren, den nötigen Respekt zollen. Ja, wir können sehr viel dazu beitragen, dass eine gute und Zukunft gerichtete Schule vor Ort ihren Auftrag erfüllen kann. Nehmen wir alle diese Verantwortung wahr. Wenn uns dies gemeinsam gelingt, und wir den Schulen und deren Verantwortlichen die entsprechende Achtung entgegenbringen, brauchen wir keine unnötigen zusätzlichen Texte in unserer Kantonsverfassung, denn diese lösen dies nicht. Darum ein klares Nein am 14. Juni zu dieser überflüssigen Volksinitiative.
ALFONS PAUL KAUFMANN, UNTERNEHMER, LEHRMEISTER, GROSSRAT DIE MITTE, WALLBACH
