Der Helliker Landwirt Andreas Hasler liess seine Mutterkuh Grappa zusammen mit ihrem Nachwuchs an der Zuchtfamilienschau in Hellikon bewerten. Fünf weibliche Nachkommen wurden mit dem Muttertier zusammen ausgezeichnet.
Hans Zemp
Es ist im Aargau selten geworden, dass ...
Der Helliker Landwirt Andreas Hasler liess seine Mutterkuh Grappa zusammen mit ihrem Nachwuchs an der Zuchtfamilienschau in Hellikon bewerten. Fünf weibliche Nachkommen wurden mit dem Muttertier zusammen ausgezeichnet.
Hans Zemp
Es ist im Aargau selten geworden, dass Landwirte ihre Kühe zu Zuchtfamilienschauen aufführen. Als Zuchtfamilie kann eine Mutterkuh mit einem mindestens vierköpfigen Nachwuchs bewertet werden. Bedingung ist, dass zwei der Töchter bereits Milch bringen und abgeschlossene Milchleistungen vorweisen. In Hellikon ist es im Jahr 2026 die einzige Schau. Insgesamt seien es gesamtschweizerisch beim Swiss Fleckvieh noch etwa 200 Präsentationen, weiss der von Zimmerwald angereiste Experte Jürg Brönnimann zu erzählen. Das Swiss Fleckvieh ist aus Kreuzungen der Simmentaler Rasse mit Red Holstein Rindern hervorgegangen und gilt heute als Rasse.
Andreas Hasler zeigte seine zehnjährige Kuh Grappa mit den fünf Töchtern Gala, Gabi, Gerta und den Zwillingen Gina und Gloria. Mutterkuh Grappa, sie wurde nach der Geburt von drei Kälbern zugekauft, hat in ihrem Leben nicht nur fünf weitere Kälber zur Welt gebracht, sondern in nun schon beinahe sieben Laktationen bereits 70 000 Liter Milch produziert. Aber auch die drei Milch gebenden Töchter von Grappa erfreuen mit hohen Milchleistungen.
Brönnimann gefielen die Tiere
Bewertet wird einerseits das Exterieur aller aufgeführten Tiere. Der Experte gibt Punkte oder eben halt Abzüge, wenn mangelhaft, für Beckenform, Gliedmassen, Zitzen und Euter sowie den Gesamteindruck der ganzen aufgeführten Gruppe. In seiner Bewertung sieht Experte Jürg Brönnimann bei allen gezeigten Tieren den robusten Körperbau mit einer kräftigen Brust und einen guten Wuchs mit starken Gliedmassen. Alle aufgeführten Tiere haben starke Beine, was für die Bewegungsfähigkeit günstig ist, wie sich beim Vorführen gut gezeigt hat. Ebenso sind bei allen Milch gebenden Tieren – die Zwillinge sind noch nicht so weit – die Euter gut geformt. Man sieht den Kühen an, dass sie beste Voraussetzungen für die Milchproduktion haben. All diese Kriterien fliessen für die Stammkuh wie für den Nachwuchs in die Bewertung ein.
Neben dem Exterieur der Gruppe wird auch die Leistung der Stammkuh und der bereits Milch gebenden Töchter bewertet. In die Beurteilungskriterien gehören da Komponenten der Milch. Es wird geschaut, wie der Fett- und der Eiweissgehalt der Milch ist und welche Zellzahlen gefunden werden. Und wie viele.
Andreas Hasler hat mit seiner Zuchtgruppe die Punktzahl 76 von 100 erreicht. Diese Punktzahl entscheidet bei der Klassierung über die Gruppenzuteilung. Mit 75 und mehr Punkten wird in die Kategorie A eingeteilt. Dieses Ziel wurde erreicht und macht Freude. Bei einem anschliessenden Kaffee hatten die, die Beurteilung mitverfolgenden, angereisten Landwirte wieder Diskussionsgrundlagen in diesem Bereich.