Auf der Schönegg entzündete sich ein Getreidefeld beim Dreschen
Momentan ist das untere Fricktal sehr trocken. Diese grosse Trockenheit kann bei Wind Grund für die rasend schnelle Ausbreitung eines Feuers sein. Am Dienstag brannte bei der Schönegg ein Getreidefeld. Die ...
Auf der Schönegg entzündete sich ein Getreidefeld beim Dreschen
Momentan ist das untere Fricktal sehr trocken. Diese grosse Trockenheit kann bei Wind Grund für die rasend schnelle Ausbreitung eines Feuers sein. Am Dienstag brannte bei der Schönegg ein Getreidefeld. Die Feuerwehren waren im Einsatz.
Hans Zemp
Die momentane grosse Trockenheit kann beim Einsatz von Mähdreschern oder auch Ballenpressen Brände auslösen. Im Gebiet Schönegg, Parzelle Spitzgraben, war diese Woche Mähen von Urdinkel angesagt. Bei der Mäharbeit muss am Dienstag der Mähdrescher einen Funkenwurf ausgelöst haben. Steine dürften der Grund dafür gewesen sein. Dies sieht auch Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau so.
Flammen frassen sich durch das Stoppelfeld
Bereits bei Brandausbruch registrierte der Fahrer des Mähdreschers das Unheil. Mit einem Feuerlöscher versuchte er dem Feuer beizukommen. Dies war aber nicht erfolgreich. Die Flammen frassen sich durch das Stoppelfeld und das noch stehende Getreide – wegen des herrschenden Windes rasend schnell. Sandro Adler, Fahrer des Mähdreschers, blieb nichts anderes übrig, als möglichst unverzüglich die Feuerwehren zu alarmieren und mit seiner grossen Maschine das Urdinkelfeld zu verlassen, um so das Mähgerät wie auch den Traktor in Sicherheit zu bringen. Dies gelang ihm. Dank dieser überlegten Handlung blieben die teuren Maschinen unversehrt. Schnell entwickelte sich über dem Getreide- und Stoppelfeld eine riesige Feuerwalze. Der Wind begünstigte diese Entwicklung. Die Feuerwehren Möhlin und Unteres Fischingertal wurden aufgeboten. Etwa 30 Mann standen im Einsatz. Von verschiedenen Bezugsorten aus erhielt man das Wasser, um das Feuer zu löschen. Nach zwei Stunden war die Situation unter Kontrolle. Um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern, haben Landwirt Stefan Weiersmüller und ein Nachbar das betroffene Feld mit Grubbern und Pf lug bearbeitet. So hat man dem Feuer die Nahrung genommen und es liess sich ganz löschen. Erschwerend bei dieser Arbeit war der viele schwarze Rauch.
Stefan Weiersmüller zieht Bilanz
«Sehr schnell waren viele helfende Leute vor Ort», sagt Stefan Weiersmüller. Neben den Feuerwehren waren auch die Polizei und eine Ambulanz anwesend. Ein Helfer wurde wegen Qualm ambulant versorgt, sagt Bernhard Graser.
Für diesen uneigennützigen Einsatz will Familie Weiersmüller danken. Man hat die grosse Gefahr der Ausbreitung gegen die Gebäude der Schönegg erkannt. Allein wäre man der Situation nicht Meister geworden.
Schwarze Asche wurde vom Wind bis ins Dorf Mumpf geblasen. Der entstandene Schaden dürfte bei einigen tausend Franken liegen. Stefan Weiersmüller betont, dass es momentan sehr trocken sei und es gerade darum keine Fahrlässigkeit vertrage.