Für mich als Rheinfelder Ortsbürger stellen sich viele Fragen beim Verhalten der Rheinfelder Baubehörde. Bis zum 10ten-Altersjahr war der Gottesackerweg unser Spielplatz, ich war gegenüber der Hammerschmiede im vordersten, östlichen Haus am Gottesackerweg, das heute ...
Für mich als Rheinfelder Ortsbürger stellen sich viele Fragen beim Verhalten der Rheinfelder Baubehörde. Bis zum 10ten-Altersjahr war der Gottesackerweg unser Spielplatz, ich war gegenüber der Hammerschmiede im vordersten, östlichen Haus am Gottesackerweg, das heute nicht mehr steht, zu Hause. Wie froh waren die Anwohner vom Gartenweg und Gottesackerweg, als der Gaskessel und die dortige Galvanisiererei rückgebaut und die freie Sicht von der schützenswerten «Schanze» aus auf die Stadtmauer möglich wurde. Der Gottesackerweg ist der östliche Zugang für die Schüler der unteren Stufe, Velofahrer und Fussgänger, die den Weg tagtäglich mehrfach benutzen. Unvorstellbar, dass hier eine Autozufahrt vom Zollrain zum unterirdischen Parkhaus und Wegfahrt in die sehr stark befahrene Salinenstrasse geplant ist. Für mich nicht erklärbar, dass die Baubehörde nicht bei der Bundesamtsstelle BFU ein Gutachten zu diesem Vorhaben angefordert hat, um von dieser Fachstelle prüfen zu lassen, ob der Gottesackerweg die erforderlichen Vorgaben in gesetzlicher Hinsicht überhaupt erfüllt. Eine Baubewilligung zu erteilen unter dem Vorbehalt, dass ein Verkehrskonzept vorgelegt werden soll, das dem Gesetz entspricht, das ist ein Witz und zeigt fehlenden Mut und Weitsicht der Baubehörde. Warum drückt sich die Baubehörde, diesen korrekten Weg zu gehen und nicht den Anwohnern diese Aufgabe, bzw. Kostenverantwortung für das Gutachten zu übertragen. Ein Verhalten der Baubehör- de, welches einen noch grösseren Vertrauensverlust in dieses sehr umstrittene und kritisierte Amt mit sich bringt. In den 80er-Jahren wurde die Sicht von der «Schanze» auf die Stadtmauer aus denkmalerischer Seite als schützenswert bezeichnet. Das soll heute keine Bedeutung mehr haben und es kann gebaut werden, was viel Geld einbringt, alles andere zählt nicht mehr.
HANSRUEDI MEIER, RHEINFELDEN