FlexBase-Batteriespeicher
06.10.2026 LeserbriefeWenn man alle rechtlichen, technischen und personellen Blockaden zusammenzählt, werden die Altstadt-Bewohner von Laufenburg mindestens bis zum Jahr 2035 oder 2036 auf die versprochene Abwärme von FlexBase warten müssen – falls das Projekt überhaupt ...
Wenn man alle rechtlichen, technischen und personellen Blockaden zusammenzählt, werden die Altstadt-Bewohner von Laufenburg mindestens bis zum Jahr 2035 oder 2036 auf die versprochene Abwärme von FlexBase warten müssen – falls das Projekt überhaupt jemals in Betrieb geht. Die vermeintlich optimistische Prognose von FlexBase und der Gemeinde lag zuletzt bei 2028 oder 2029. Doch diese Jahreszahlen sind angesichts der Realität völlig unrealistisch. Das zeigt die folgende, nüchterne Zeitleiste der ungelösten Probleme: Das Unterwerk-Verfahren (Dauer: zirka drei bis fünf Jahre): Für das zwingend benötigte Strom-Unterwerk auf dem Gemeindegebiet von Kaisten liegt noch nicht einmal ein Baugesuch vor. Zuvor muss die betroffene Wiese (Kulturland) in einer langwierigen Zonenplanänderung umgezont werden. Gegen solche Projekte in der Landwirtschaftszone sind Einsprachen von Umweltverbänden und Anwohnern in der Schweiz fast schon garantiert, was die Verfahren über Jahre durch alle Instanzen blockieren kann. Die Lieferfristen für Transformatoren (Dauer: zirka fünf Jahre): Selbst ab dem Tag, an dem liegt, kann das Unterwerk nicht sofort gebaut werden. Aufgrund des weltweiten Booms bei erneuerbaren Energien und dem Netzausbau betragen die Lieferfristen für die benötigten Höchstspannungs-Transformatoren aktuell rund fünf Jahre. Bauzeit und behördliche Abnahmen (Dauer: zirka ein bis zwei Jahre): Der eigentliche Bau des Unterwerks und die anschliessende, hochkomplexe netztechnische Integration und Sicherheitsabnahme durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) nehmen weitere Zeit in Anspruch.
Was bedeutet das für die Einwohner? Da all diese Schritte nacheinander (sequenziell) ablaufen müssen, ergibt sich rechnerisch eine Verzögerung von rund zehn Jahren, bevor überhaupt der erste Strom in die Grossbatterie fliesst. Ohne diesen Strom laufen die Server des KI-Rechenzentrums nicht – und ohne Server gibt es keine Abwärme für die Fernwärme-Leitungen der Altstadt. Die betroffenen Einwohner werden also noch mindestens ein Jahrzehnt mit der provisorischen Holzpellet-Heizung der Gemeinde Laufenburg vorliebnehmen müssen. Sie sitzen zwar dank des städtischen Einsatzes im Winter nicht im Kalten, zahlen aber für die Pellet-Energie deutlich mehr als für die versprochene, fast kostenlose Tech-Abwärme.
BRENDA SCHNEIDER, MAGDEN
