Die Brauerei Feldschlösschen baut an ihrem Hauptsitz in Rheinfelden ein Hochregallager, das Platz für rund 50 000 Paletten bieten wird. Am Mittwochnachmittag erfolgte der Spatenstich für das neue Logistikzentrum. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf einen hohen zweistelligen ...
Die Brauerei Feldschlösschen baut an ihrem Hauptsitz in Rheinfelden ein Hochregallager, das Platz für rund 50 000 Paletten bieten wird. Am Mittwochnachmittag erfolgte der Spatenstich für das neue Logistikzentrum. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.
Valentin Zumsteg
Seit 2022 ist geplant worden, jetzt geht es an die Realisierung. Auf dem Feldschlösschen-Areal in Rheinfelden – neben der Flaschenfüllerei – entsteht in den kommenden Jahren ein Hochregallager, das 75 Meter breit, 100 Meter lang und 30 Meter hoch wird. Dieses Gebäude, direkt an der Autobahn gelegen, dürfte künftig unübersehbar sein. Am Mittwochnachmittag erfolgte der feierliche Spatenstich. «Das ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft von Feldschlösschen. Mit dieser Investition schaffen wir die Voraussetzung, damit unser Unternehmen sich an diesem Standort weiterentwickeln kann», sagte CEO Thomas Amstutz. Feldschlösschen habe sich in seiner 150-jährigen Geschichte immer verändert, «das Schloss ist kein Museum.»
«Eine Verzögerung wäre fatal gewesen»
Die Brauerei greift für diesen Neubau, der Platz für 50 000 Paletten bieten wird und die Lagerkapazität in Rheinfelden verdreifacht, tief in die Tasche. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag; die genaue Summe nennt der Getränkekonzern nicht. Mit dem Hochregallager soll eine effizientere, zentralisierte Steuerung der Warenf lüsse von Rheinfelden in die ganze Schweiz ermöglicht werden. «Es war eine lange Reise bis zu diesem Spatenstich. Vier intensive Jahre liegen hinter uns», erklärte Anders Siboni, Leiter Supply Chain.
Wie die Verantwortlichen von Feldschlösschen bekräftigten, handelt es sich um eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte in der jüngeren Geschichte des Unternehmens und um ein Bekenntnis zum Standort Rheinfelden. Neben den umfangreichen Planungs- und Bewilligungsverfahren war bis zum symbolischen Baubeginn auch eine Teilzonenplanrevision nötig, welche im Juni 2025 von der Rheinfelder Gemeindeversammlung genehmigt wurde. «Es war für dieses Projekt enorm wichtig, den Zeitplan einzuhalten. Eine Verzögerung wäre fatal gewesen», betonte Tim Fischbacher, Projektleiter von Feldschlösschen.
Bis 2030 soll es fertig sein
Für die Stadt Rheinfelden stellte die geplante Gebäudehöhe von 30 Metern eine Herausforderung dar, denn mit dem bisherigen Zonenplan wären nur 20 Meter möglich gewesen. «Es war ein grosser Erfolg, dass die nötige Teilzonenplanänderung von der Gemeindeversammlung angenommen wurde», sagte Stadtpräsidentin Claudia Rohrer. Für sie ist klar: «Unser Feldschlösschen ist mehr als eine Brauerei und ein Industriebetrieb, es ist ein Teil unserer Identität.»
Der Start ist also gelungen, nun erfolgt der Bau des Hochregallagers in Etappen, voraussichtlich bis 2030 soll er fertiggestellt werden können. Während der ganzen Zeit bleiben Produktion und Logistik am Standort Rheinfelden uneingeschränkt in Betrieb. Auch dies ist eine Herausforderung für alle Beteiligten.