In der Stadt Rheinfelden sind im vergangenen Jahr 138 Baugesuche eingereicht worden. Deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Die geplante Bausumme beläuft sich auf 137 Millionen Franken – das ist eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr.
Valentin Zumsteg
Seit vielen Jahren ...
In der Stadt Rheinfelden sind im vergangenen Jahr 138 Baugesuche eingereicht worden. Deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Die geplante Bausumme beläuft sich auf 137 Millionen Franken – das ist eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr.
Valentin Zumsteg
Seit vielen Jahren ist es üblich, dass das Rheinfelder Stadt oberhaupt einmal jährlich beim Gewerbeverein referiert. Diese Tradition führt die neue Stadtpräsidentin Claudia Rohrer weiter; am Montagabend war sie bei den Gewerblern zu Gast. Die Versammlung zog viel Publikum an. Die Zahlen und Fakten, die sie dabei präsentierte, waren beeindruckend.
Ein Plus von 107 Prozent
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner um 1,63 Prozent auf neu 14 022 gestiegen. Im Vergleich zu den letzten zehn Jahren mit einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 0,67 Prozent ist dies eine deutliche Steigerung. «Es gab eine kurze Zeit, als die Bevölkerungszahl stagnierte. Jetzt sind wir wieder am Wachsen», führte Claudia Rohrer aus. Die Stadt strebe ein Wachstum an, aber nicht um jeden Preis. «Es muss der Gemeinde und der Bevölkerung etwas bringen.»
Ebenfalls interessant ist die Entwicklung der Baugesuche, die erfahrungsgemäss jedes Jahr ziemlich schwankt. 2025 sind in Rheinfelden 138 Baugesuche eingereicht worden, 18 mehr als ein Jahr zuvor. Die geplante Bausumme beläuft sich auf 137 Millionen Franken, im Vergleich zum Vorjahr ergibt das ein Plus von 107 Prozent. Die Baubewilligungsgebühren stiegen auf 162 000 Franken. Fazit von Claudia Rohrer: «In Rheinfelden wird gebaut und es wird auch weiterhin gebaut.» Aktuell verfügt Rheinfelden noch über 55,4 Hektaren unüberbautes Bauland. Auch bei den Arbeitsplätzen und Arbeitsstätten gibt es einen leichten Anstieg, allerdings stammen dort die aktuellsten Zahlen aus dem Jahr 2023. Damals wurden 995 Arbeitsstätten gezählt, 13 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 51 auf 8824 (Vollzeitäquivalente: 6606).
Über 28 Millionen für Schulanlage Robersten
Die Stadt Rheinfelden steht in den kommenden Jahren vor einer Grossinvestition in die Schulanlage Robersten. Das bestehende Schulhaus soll saniert und erweitert werden. Die Stadt rechnet aktuell mit Kosten von rund 28,8 Millionen Franken, wie Claudia Rohrer schilderte. Unter dem geplanten Erweiterungsbau ist ein neuer Personenschutzraum vorgesehen. Die Stadt habe auch einen Abbruch der bestehenden Schulanlage und einen Neubau geprüft. «Die Mehrkosten wären aber erheblich und die Belastung des Quartiers wäre deutlich grösser», so Rohrer. Deswegen habe man sich dagegen entschieden. Die Rheinfelder Einwoh nergemei nde-Versam m lu ng wird voraussichtlich im Dezember 2026 über einen Realisierungskredit abstimmen. Der Baustart ist gemäss Claudia Rohrer im Herbst 2027 geplant, die Inbetriebnahme aller Gebäudeteile soll im August 2030 erfolgen. Soweit die Planung, ob sich allerdings alle Termine einhalten lassen, sei noch offen.
Weiter informierte sie über den aktuellen Stand beim Projekt Neue Mitte rund um den Bahnhof. Im Anschluss stellte Vorstandsmitglied Roger Buser das Thema Lokale Energiegemeinschaft (LEG) vor, das in Rheinfelden vorangetrieben werden soll (die NFZ berichtete). Es ermöglicht Besitzern von Photovoltaik-Anlagen ihren selbst produzierten Strom nicht nur für den Eigenbedarf zu nutzen, sondern ihn über das Netz innerhalb eines Quartiers oder einer Gemeinde zu vermarkten. Beim anschliessenden Apéro wurde angeregt diskutiert.