Er dreht weiter am Park-Rad
24.04.2026 ZeihenRolf Lanz ist voller Dankbarkeit für die grosse Unterstützung
Seit Ostern ist der Vogelpark Ambigua in Zeihen wieder geöffnet. «Wir sind gut gestartet», sagt Gründer Rolf Lanz. Dank der Unterstützung vieler Helferinnen und Helfer konnte einiges zum ...
Rolf Lanz ist voller Dankbarkeit für die grosse Unterstützung
Seit Ostern ist der Vogelpark Ambigua in Zeihen wieder geöffnet. «Wir sind gut gestartet», sagt Gründer Rolf Lanz. Dank der Unterstützung vieler Helferinnen und Helfer konnte einiges zum Wohle der exotischen Vögel wie auch der Parkbesucher realisiert werden. Nun möchte Rolf Lanz einer bestimmten Berufsgruppe etwas zurückgeben.
Susanne Hörth
«Ist er nicht super geworden?» Es ist weniger eine Frage als vielmehr eine stolze Feststellung, mit der Rolf Lanz den grossen Raum präsentiert, der dank Lotteriefonds und der Unterstützung der beiden Fricktaler Rotary Clubs winterfest gemacht und umgebaut werden konnte. Damit kann der Zeiher Vogelpark Ambigua künftig auch in den kalten Monaten Einnahmen generieren – dringend nötig, denn die vielen exotischen Vögel benötigen auch im Winter umfassende Betreuung.
Nach der Umbauphase im Winter fand am 16. April im neuen, multifunktionalen Raum bereits der erste Kurstag des Schweizerischen Verbands für Wildtierpfleger statt. Für die Wintermonate 2026/2027 liegen schon heute sieben Reservationen vor. Der multifunktionale Raum kann das ganze Jahr hindurch für Feste, Kurse, Tagungen, Versammlungen und vieles mehr genutzt werden. Im Sommer ist eine Wand dieses Parkherzstückes neben dem Kiosk mit Verpflegungsmöglichkeit geöffnet. Es ist ein beliebter Verweilort für die Parkbesucher.
Viel erreicht dank grosser Unterstützung
«Dank der finanziellen und tatkräftigen Unterstützung vieler konnten wir die Häuser 1 und 2 innen sowie bei Haus 4 die Aussenvolière sanieren», sagt Lanz dankbar. Diese Massnahmen seien wichtig gewesen, um in einem ersten Schritt die Gruppenzusammenstellung nach Kontinenten vorzunehmen. «Oberstes Ziel ist dabei die optimale Sozialverträglichkeit.»
Ein Ort für beeinträchtigte Vögel
Bis Ende September möchten Parkgründer Rolf Lanz, Geschäftsleiterin Noemi Appert und ihr Team zudem ein besonderes Vorhaben realisieren: Haus 5 soll komplett erneuert und mit einem Aussenbereich für Papageien und Sittiche ausgestattet werden, die verletzt sind oder eine Behinderung haben. Oft handelt es sich um Tiere aus Beschlagnahmungen oder aus schlechter beziehungsweise falscher Haltung. Aktuell läuft das Fundraising für das Projekt. Die Kosten belaufen sich laut Lanz auf 100 000 Franken. «Es fehlen noch rund 45 000 Franken», sagt er – mehr als die Hälfte ist also bereits geschafft.
Was es bedeutet, verletzt oder krank zu sein und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, hat der Parkgründer, der seit einem Herzinfarkt täglich auf Medikamente angewiesen ist, in der jüngeren Vergangenheit selbst mehrfach und auf drastische Weise erfahren. Bei einem Treppensturz vor knapp drei Jahren zog er sich neben zahlreichen Schnittverletzungen 14 Knochenbrüche zu. Danach folgte eine Hirnblutung. Aktuell erholt er sich – noch immer auf Antibiotika und Schmerzmittel angewiesen – von einer schweren Blasenentzündung mit Blutvergiftung.
In all diesen Spitalaufenthalten ist sein Respekt für die Pflegekräfte stetig gewachsen. Dass das Pflegepersonal trotz oft unhöf licher Behandlung durch Patienten freundlich bleibt, erfüllt ihn mit grosser Hochachtung. «Ich möchte ihnen etwas zurückgeben», sagt er. Dafür hat er Kontakt mit dem Gesundheitszentrum Fricktal (GZF) aufgenommen und sich nach der Anzahl der dort beschäftigten Pflegekräfte erkundigt. Bis Weihnachten dauert es zwar noch etwas, doch er weiss bereits jetzt, dass er den rund 700 Frauen und Männern – inklusive Partner und/oder Familien – je einen Gutschein schenken möchte, als kleinen Ausgleich zu ihrem anspruchsvollen Alltag. «Die Geste von Herrn Lanz ist wirklich toll», sagt Jennifer Küng von der GZF-Kommunikation.



