In der NFZ-Ausgabe vom Donnerstag, 4. Juni, erblickt die Leserschaft auf Seite 13 ein nicht zu übersehendes Foto mit dem neuen Präsidenten der SP Bezirk Rheinfelden. Nichts Aussergewöhnliches könnte man meinen, wenn da nur nicht dieses verflixte ...
In der NFZ-Ausgabe vom Donnerstag, 4. Juni, erblickt die Leserschaft auf Seite 13 ein nicht zu übersehendes Foto mit dem neuen Präsidenten der SP Bezirk Rheinfelden. Nichts Aussergewöhnliches könnte man meinen, wenn da nur nicht dieses verflixte «Levi‘s»-T-Shirt wäre. Levis‘s, eine Firma mit Sitz in den USA (San Francisco), die ihre Produkte vornehmlich in Bangladesch produziert. So weit so gut, unter Normalsterblichen kein Anlass für irgendwelche Schnappatmungen. Aber SP Schweiz und USA? Passt gar nicht! Dazu kommt, dass in Bangladesch gemäss diversen internationalen Organisationen 4 bis 5 Millionen Kinder zur Kinderarbeit missbraucht werden. So liest man zu diesem Thema in Zusammenhang mit der Firma Levi‘s: Die Plattform «Aktiv gegen Kinderarbeit» listet Levi Strauss als Unternehmen mit klaren Anti Kinderarbeits Regeln, aber ohne Antwort auf aktuelle Anfragen. Und weiter: Levi Strauss & Co. will Kinderarbeit verhindern, aber kann nicht garantieren, dass in komplexen globalen Lieferketten keinerlei Risiko besteht.
Vielleicht würde es von mehr Intelligenz zeugen, wenn Sie beim nächsten Fototermin in neutraler «Swiss Made»-Kleidung erscheinen würden. Also Herr Alessio Porriciello, werter Präsident der SP Bezirk Rheinfelden. Zuerst überlegen und dann zum Fotoshooting erscheinen. Oder anders gefragt: Einfach nur naiv? Nach dem Motto: Wasser predigen, Wein saufen. Typisch SP. Bravo.
JÜRG FINK, RHEINFELDEN