Heute gelangen viele Getränke in Aludosen in den Handel. Diese Dosen kann man, wenn sie leer sind, sammeln oder wegwerfen – Brigitt Mangold aus Hellikon hat sich vor vierzehn Jahren für das Sammeln entschieden.
Hans Zemp
Die Getränkedosen am Wegrand störten Brigitt Mangold, ...
Heute gelangen viele Getränke in Aludosen in den Handel. Diese Dosen kann man, wenn sie leer sind, sammeln oder wegwerfen – Brigitt Mangold aus Hellikon hat sich vor vierzehn Jahren für das Sammeln entschieden.
Hans Zemp
Die Getränkedosen am Wegrand störten Brigitt Mangold, wenn sie mit ihrem Hund ihre täglichen Spaziergänge machte, und brachten sie auf die Idee, diese zu sammeln. Anfänglich allein, später zusammen mit ganz vielen Leuten. Von Anfang an war für die Hellikerin klar, dass diese Dosen ein Wertstoff sind. «Wertstoffe wirft man nicht fort», sagt sie.
Das Aludosensammeln entwickelte sich von Beginn an erfreulich. Im Jahr 2013, ihrem ersten Sammeljahr, kamen 240 Kilogramm zusammen. Mit diesem Ergebnis wurden die Fricktaler Jungschw inger Schweizermeister im Aludosensammeln. Im Jahr 2021 waren es bereits 1000 Kilogramm. Fortan stieg das jährliche Sammel-Ergebnis immer schneller und erreichte im Jahr 2024 bereits die Grenze von 2000 Kilogramm Dosen. Die 3000er-Grenze wurde in diesem Jahr bereits am 15. September überschritten. Das Sammelergebnis stieg und steigt in letzter Zeit also rasant. Gesamthaft lag es schon am 15. August mit 53 467 Dosen bereits über der Millionengrenze. Brigitt Mangold führt seit Beginn exakte Buchhaltung über die Ergebnisse ihrer Aktion.
Allein geht das nicht
Allein lässt sich der mit dem Sammeln verbundene Aufwand nicht bewältigen. So kam in den letzten Jahren eine Sammlerschar von rund 200 Personen zusammen. Wacker helfen auch die Jungschwinger bei dieser Sammlertätigkeit mit. Ebenso Firmen, vorwiegend aus dem Wegenstettertal, beliefern heute Brigitt Mangold, tragen zur Steigerung der Ergebnisse bei und lassen die manuell betriebene Dosenpresse heisslaufen.
«Ich werde weiterhin Freude machen»
Die vielen Aludosen bringen mittlerweile einen schönen Batzen ein. Für sich selbst behält Brigitt Mangold nichts davon. So kamen in den letzten Jahren etwa die Jungschwinger, aktive Gruppen in Sport und Musik oder eine Rollstuhlfahrerin in den Genuss von Beiträgen. In diesem Frühling sagte Brigitt Mangold bei einer Zusammenkunft: «Ich sammle weiter, ihr seid grossartig.» Das bedeutet für sie und ihren Gatten Fredy Hunderte von Stunden des Sammelns, Aufbereitens und Weiterleitens. Aber was zählt, ist das Freude bereiten. Dies war auch der Grund, warum sie alle 200 Sammlerinnen und Sammler zu einem Apéro nach Hellikon einlud. Rund eine Hundertschaft leistete der Einladung Folge.
Man freute sich gemeinsam an dem, was dank Brigitt Mangold erreicht wurde. Mit Feuer und Flamme will man bei der Sache bleiben und den Erfolg zusammen mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern weiter pflegen und ausbauen.